Nach Korrektur der Eurostat-Berechnung: Schwere SPÖ-Kritik wegen Arbeitslosigkeit
- Bures sieht ein "Versagen der Regierung Schüssel"
·Arbeitslosigkeit im Juli weiter gestiegen!
210.895 ohne Job, fast 10.000 mehr als 2004
SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Bures wirft der Regierung unter Bundeskanzler Schüssel "Versagen" in der Arbeitsmarktpolitik vor. Nach der Korrektur der Daten durch die EU-Statistikbehörde Eurostat zeige sich, dass Österreich in der EU keinesfalls einen Spitzenplatz einnehme, so Bures am Sonntag.
"Schüssel und (Wirtschaftsminister Martin) Bartenstein haben bis jetzt ihre Untätigkeit gegen die Rekordarbeitslosigkeit immer mit dem angeblich guten Rang in der EU verteidigt. Wir sind gespannt, welche Ausrede ihnen jetzt einfallen wird."
Es schon bisher nicht an Daten gefehlt hat, um die alarmierende Lage am österreichischen Arbeitsmarkt zu erkennen, so Bures. Besonders dramatisch sei die Entwicklung der Jugendarbeitslosigkeit. Reagiert habe die Regierung aber mit einem für sie "so typischen Mix aus unberechtigtem Selbstlob, Untätigkeit und Konzeptlosigkeit". Es sei zudem eine "traurige Tatsache", dass die Steuerreform 2005 und die diversen Konjunkturpakete der Regierung "völlig misslungen" seien.(apa/red)
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