Nach 6:1-Sieg bei Düdelingen: Aufstieg für Rapid in der CL-Quali nur noch Formsache
- Hickersberger wegen Abwehrleistung nachdenklich
- PLUS: Die möglichen Gegner in der 3. Quali-Runde

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Österreichs Fußball-Meister SK Rapid kann schon nach dem Zweitrunden-Hinspiel für die entscheidende Phase der Champions-League-Qualifikation planen. Durch den 6:1-Auswärtssieg am Mittwoch gegen Luxemburgs Meister Düdelingen steht den Hütteldorfern im Rückmatch in der kommenden Woche im Hanappi-Stadion nur noch eine Partie mit Testspiel-Charakter bevor.
Bereits das erste Aufeinandertreffen mit dem Klub aus der 17.000-Einwohner Stadt an der französischen Grenze wirkte nicht nur auf Grund des provinziellen Ambientes im "Stade de Jos Nosbaum" wie ein Probegalopp bei einem Landes- oder Regionalligisten. Nach fünf Minuten und drei Toren für Rapid war der Ausgang des ungleichen Duells klar.
"Das war ein brillanter Auftakt, aber dann hat sich schon der Schlendrian eingeschlichen", kritisierte Trainer Josef Hickersberger. Er war "nicht rundherum zufrieden", wollte sich trotz des Kantersieges nicht so recht freuen, wenn auch seine Elf als erste österreichische Mannschaft im Europacup auswärts sechs Tore erzielt und gleichzeitig Kräfte für den Samstag-Schlager in Salzburg gespart hatte.
Vor allem eklatante Schwächen in der Defensive bereiteten dem Meistermacher Kopfzerbrechen. "Wir haben viel zu viele Chancen zugelassen. So können wir in der dritten Runde nicht auftreten, sonst kassieren wir vier, fünf Gegentore", lautete das Resümee des ehemaligen Teamchefs.
Auch auf der improvisierten Pressekonferenz wenig später in einem umfunktionierten, renovierungsbedürftigen Turnsaal war bei Hickersberger keine Euphorie zu bemerken. "Das Ergebnis ist viel zu hoch ausgefallen, Düdelingen hätte sich drei oder vier Tore verdient", erklärte der 57-Jährige, für den die Luxemburger "besser sind als das Ergebnis aussagt. Das Glück, das sie in Mostar gehabt haben, hat sie heute total verlassen."
Düdelingen-Trainer Michel Le Flochmoan haderte zwar mit dem schlechten Start seiner Mannschaft ("Das 0:3 nach fünf Minuten hat uns das Genick gebrochen"), blickte aber dem Rückspiel dennoch mit Freude entgegen. "Wir haben mit dem Aufstieg in die zweite Runde schon mehr erreicht als wir uns erträumt haben. Jetzt erwartet uns ein Match vor toller Kulisse", meinte der Franzose.
Tatsächlich könnten die Fans zur praktisch bedeutungslosen Partie zahlreich ins "St. Hanappi" pilgern. Rapid will Stadionbesucher gegen Düdelingen neben Mitglieder und Abonnenten beim Ticketkauf für das Drittrunden-Heimspiel ebenfalls im rund 17.400 Zuschauer fassenden Hanappi-Stadion (die Happel-Arena steht wegen des Einbaus einer Rasenheizung nicht zur Verfügung) bevorzugt behandeln - nicht unwesentlich angesichts der Wertigkeit des Spiels und des wohl prominenten Gegners.
Rapids mögliche Gegner in der 3. Qualifikationsrunde:
Liverpool FC oder Bezwinger, Manchester United, FC Internazionale Mailand, Panathinaikos, Celtic FC oder Bezwinger, Villarreal CF, Sporting, AS Monaco, Ajax, Club Brügge KV, RSC Anderlecht oder Bezwinger, Rangers FC, Dynamo Kiew oder Bezwinger, Werder Bremen, Lok Moskau oder Bezwinger, Rosenborg BK
(apa)
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