Knapp an der Medaille vorbei: Nadarajah überzeugte als WM-Vierte über 50 m Delfin
- Nur 11/100 Sekunden fehlen auf die Bronzemedaille
- Jukic 14. im Brust-Sprint, Crocker siegte mit Rekord
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WM-Final-Debütantin Fabienne Nadarajah ist keineswegs enttäuscht gewesen. Die Bronze-Medaille über 50 m Delfin war für sie am Samstag in Montreal nur 11/100 entfernt, ein abermaliger österreichischer Rekord von 26,50 Sekunden und Rang vier machten die 20-Jährige aber zufrieden. Die drittbeste österreichische Platzierung bei diesen Titelkämpfen war das Maximum ihrer Erwartungen.
"Ich hab' zuerst auf die Zeit geschaut und da war ich sehr zufrieden. Ich hab' meinen Rekord um noch eine Hundertstel verbessert", erklärte Nadarajah unmittelbar nach ihrem Lauf. "Daher ärger' ich mich nicht, muss mich nicht in den Hintern beißen. So knapp sind elf Hundertstel im Sprint ja auch wieder nicht." Die Handelsschul-Absolventin hatte sich ja vor der WM das Finale zum Ziel gesetzt. Das gelang, zudem wartete sie mit drei OSV-Rekorden auf.
Die zweifache Kurzbahn-EM-Dritte im Delfin-Sprint ist sich sicher, dass ihre große Zeit noch kommt. Schon in einem Jahr bei der EM in Budapest könnte es noch besser gehen. Nadarajah: "Ich feile ständig an der Technik, am Start und an anderem. Ich glaube, dass ich da in den nächsten Jahren noch einiges zeigen kann." Auch Coach Robert Michlmayr ist von den sportlichen Qualitäten der 1,84-m-Athletin überzeugt: "Sie ist stabiler, routinierter geworden."
2005 Verbesserung um eine halbe Sekunde
Der Trainer wies darauf hin, dass sich Nadarajah heuer von ihren vorjährigen 26,95 fast um eine halbe Sekunde verbessert hat. "Außerdem ist sie eine der Wenigen, die praktisch immer unter 27 schwimmen. Nur ein Mal ist Fabienne heuer drüber geblieben. Und bei einer WM drei Mal Bestzeit zu schwimmen, ist nicht leicht." Michlmayr erkennt in Nadarajah den Wettkampftyp. "Je größer die Herausforderung ist, desto besser schwimmt sie."
Das Trio vor Nadarajah war die erst 17-jährige Australierin Danni Miatke (26,11) sowie die routinierten Schwedinnen Anna-Karin Kammerling (26,36) und Therese Alshammar (26,39). So bekannte Namen wie Antje Buschschulte (GER/26,55/5.), Natalie Coughlin (USA/26,63/6.) und Inge Dekker (NED/26,93/7.) blieben aber hinter dem OSV-Ass. Die Slowakin Martina Moravcova hatte sich erst gar nicht für den Endlauf qualifiziert.
Jukic 14. im Brust-Sprint
Das gelang auch Mirna Jukic im Brust-Sprint nicht, es kam auf ihrer Nebenstrecke aber nicht überraschend. In 32,67 belegte die WM-Dritte über 200 m Brust ex aequo Rang 14, 91/100 hinter den Finalplätzen und 46/100 über ihrer Bestzeit. "Die 50 m Brust sind immer ein lustiges Rennen. Papa (Anm.: Trainer Zeljko Jukic) hat gesagt, ich soll im Semifinale nicht Letzte werden. Gut, dass ich das geschafft habe", nahm die 19-Jährige das Ausscheiden gelassen.
Stoss im 400m Lagen-Vorlauf out
Der 19-jährige Sebastian Stoss hat am Sonntag die Schwimm-WM in Montreal aus österreichischer Sicht abgeschlossen. Der Wiener kam über 400 m Lagen auf eine Vorlaufzeit von 4:31,25 Minuten und schied damit unter 33 Teilnehmern als 22. aus. Das Finale der Top Acht verpasste der ASV-Wien-Athlet um 13,6 Sekunden, seine Bestzeit um 7,22 Sekunden.(apa/red)
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