Etappen-Ziel ist das Finale: Podoprigora hat in Montreal stolze Serie zu verteidigen
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Ex-Vize-Weltmeister Maxim Podoprigora nimmt am Donnerstag Anlauf zu seiner elften Final-Qualifikation über 200 m Brust auf EM- und WM-Ebene in Folge. Seit der Kurzbahn-EM 1998 war er immer unter den Top Acht. So vage wie diesmal hat der Wiener seine Chancen aber schon lange nicht eingeschätzt. Die Vorbereitung und sein Vorlauf-Out über 100 m Brust gaben ihm nicht wirklich Aufschluss über seine Fähigkeiten auf seiner Parade-Strecke.
"Ich will keine Prognose abgeben", meint der 27-Jährige. "Ich bin im Juni über 100 m stark geschwommen und hab mir da in Montreal daher etwas erhofft. Jetzt merk' ich aber von Tag zu Tag mehr, dass wir doch auf 200 m hingearbeitet haben." "Podos" Trainer Andrzej Szarzynski: "Die Zeit zur Umstellung auf die 100 m wäre seit Juni zu kurz gewesen. Da braucht man ungefähr ein halbes Jahr dazu."
Künftig kann sich der Coach aber durchaus vorstellen, dass sich der 27-Jährige verstärkt auch auf die 100 m Brust konzentriert. "Wenn er das will, kann er das machen." Podoprigora lässt daran keinen Zweifel: "Ehrlich gesagt ist mir eine Zeit von 1:01 über 100 m ohne Medaille lieber als eine Bronze-Medaille über 200 m. Von diesen Medaillen hab' ich schon genug. Über 200 m will ich nur noch das ganz Große."
Welche Leistung dafür in Montreal nötig sein wird, ist schwierig zu prophezeien. "Ich hoffe, dass ich eine 2:12-er-Zeit schwimmen kann. Ob das dann für das Finale reicht, kann ich aber nicht sagen. Denn es ist ja verrückt, was sich derzeit auf der Brustlage abspielt." So waren die Top-Marken etwa über 50 m Brust schon im Vorlauf teilweise finalreif, die beschlossene Legalisierung des Delfin-Kicks wird demnächst wohl eine weitere Zeit-Revolution bewirken.
(apa/red)
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