Weltrekord über 50 Meter Delfin: Schoeman knackte als Erster 23-Sekunden-Barriere!
- 100 m Brust: US-Amerikanerin Hardy mit Weltrekord
- Gold über 200 m Lagen für 16-Jährige Katie Hoff
Drei Weltrekorde, ein Europarekord und eine erkleckliche Anzahl an WM-Rekorden lassen die Fans bereits nach zwei Tagen der Schwimm-Bewerbe in Montreal mit der Zunge schnalzen. Am Montag (Ortszeit) sorgten der Südafrikaner Roland Schoeman und die US-Amerikanerin Jessica Hardy mit neuen Weltbestleistungen für die Höhepunkte. Und die USA zogen mit Australien an Gold-Medaillen auf drei gleich.
Schoeman verbesserte seinen erst am Vortag im Semifinale fixierten Weltrekord über 50 m Delfin um weitere 5/100 Sekunden und blieb auf dieser Distanz in 22,96 auf der Langbahn als Erster unter 23 Sekunden. "Es ist phänomenal, das geschafft zu haben", meinte der 25-Jährige. Ian Crocker (USA) blieb in 23,12 unter seiner alten Weltbestmarke, Sergej Breus (UKR) drückte in 23,38 den Europarekord von Jere Hard (FIN/30.7.2002) um 12/100.
Überraschend kam der Weltrekord von Hardy, sie war im Semifinale über 100 m Brust um 17/100 schneller als die Australierin Leisel Jones am 21. Juli 2003 in Barcelona, übrigens ebenfalls in einem WM-Semifinale. Die 18-Jährige verblüffte auch nach dem Rennen. "Im Finale sollte es noch schneller gehen", diktierte sie in die Notizblöcke.
Hardys Landsfrau Katie Hoff ist erst 16-jährig und holte mit dem WM-Rekord von 2:10,41 Gold über 200 m Lagen, nachdem sie bei Olympia in Athen die in sie gesetzten hohen Erwartungen nicht erfüllt hatte. "Es fühlt sich fantastisch an. Ich hatte seither so hart trainiert und wollte das einfach nicht umsonst sein lassen", hatte sie eine simple Erklärung für ihren Erfolg. Kirsty Coventry (ZIM/2:11,13) und Lara Carroll (AUS/2:13,32) kamen ebenfalls auf das Podest.
Hansen mit zweitem Gold für USA
Das zweite US-Gold des Tages holte Brendan Hansen. Der 23-Jährige blieb über 100 m Brust in der WM-Rekord-Zeit von 59,37 Sekunden nur 7/100 über seinem Weltrekord und entthronte damit Titelverteidiger Kosuke Kitajima (JPN/59,53). Hansen: "Ich wollte nicht wie bei Olympia vor so einer tollen Kulisse gegen ihn verlieren. Das hat mich motiviert. So zurückzukommen, macht einen guten Schwimmer aus." Hugues Duboscq (FRA/1:00,20) holte Bronze.
Den vierten Titel des Tages sicherte sich Jessicah Schipper über 100 m Delfin. Wie in Vorlauf und Semifinale fixierte die Australierin einen WM-Rekord, ihre 57,23 Sekunden waren ihrer Landsfrau Lisbeth Lenton um 14/100 zu schnell. Otylia Jedrzejczak (POL/58,57) war bereits abgeschlagen, freute sich aber über die Bronze-Medaille.
Phelps rehabilitiert sich mit Final-Einzug
Schließlich zeigte sich Michael Phelps von seinem Ausrutscher am Vortag gut erholt und zog in 1:46,33 Minuten als Schnellster in den Endlauf über 200 m Kraul ein. "Ich wollte zeigen, dass ich nicht so wie bei den 400 m Kraul weiterschwimmen will", meinte der US-Superstar motiviert. Sein Rivale Grant Hackett wurde in 1:47,66 nur Semifinal-Vierter, der Australier schonte sich aber für seinen Vorlauf über 800 m Kraul am Vormittag danach.
(apa/red)
Euro-Krise Spanien16:18
Spanien am AbgrundRettung einer maroden Großbank stößt Spanien tief in den Strudel der Euro-Krise
Steiermark19:54
Tödlicher TauchgangFrau fährt in einen Wasserkanal der Mur. Lenkerin wird nur noch tot geborgen.
EURO 2012 Deutschland19:32
EM ohne DraxlerLöw sortiert vier Spieler aus dem Teamkader aus. Auch Stürmer Cacau nur Zuseher.
