Pakistan setzt Anti-Terror-Maßnahme:
Abschiebung von rund 1.400 Islamschülern
- Regierung will Extremismus "verbannen"

Pakistan will in Kürze mit der Abschiebung von rund 1.400 ausländischen Islamschülern beginnen. Das kündigte Innenminister Aftab Shepao am Samstag in Karachi an, ohne ein genaues Datum zu nennen. Bereits am Freitag hatte Präsident Pervez Musharraf erklärt, die ausländischen so genannten Seminaristen seien nicht mehr im Lande erwünscht.
Ihre Abschiebung sei Teil der Anstrengungen, aus Pakistan Extremismus und militanten Islamismus zu verbannen, sagte der Innenminister. Die Maßnahme stehe auch im Zusammenhang mit den Bombenanschlägen in London vom 7. Juli. Drei der vier Selbstmordattentäter sollen Pakistan besucht und einer von ihnen an einem Religionsseminar unterrichtet worden sein.
Nach Angaben Shepaos ist ferner geplant, umgerechnet fast 16 Million Dollar (13,23 Mio. Euro) im laufenden Haushaltsjahr dafür einzusetzen, die Erziehungsstandards in den rund 11.200 Religionsschulen des Landes zu verbessern. Dazu gehörten neben der Registrierung der Einrichtungen, eine Reform der Lehrpläne und eine finanzielle Kontrolle, um ausländische Geldquellen auszuschließen, ebenso wie die illegale Aufnahme fremder Studenten.(apa/red)
