Fataler Fehler britischer Behörden? USA wollten Drahtzieher vor 7. Juli verhaften
- Hintermann von Polizei in Sambia festgenommen?
- Scotland Yard spielt Berichte über Festnahme runter
·In Attentäter-Auto
16 Bomben gefunden
Weist auf Existenz einer großen Terrorzelle hin
·Rucksack-Bomber
in England gefasst!
Birmingham: Vier Terror-verdächtige verhaftet
·Klicken: BILDER von den Verdächtigen!
Londonder Polizei sucht diese vier Personen
·Neuer Terroralarm in London: Die Ereignisse
CHRONOLOGIE: Rückblick
auf die neuen Attentate!
·ALLE BILDER: Der London-Terror!
DURCHKLICKEN: Die
Tage des Schreckens
·INFO-GRAFIK: Neue Anschläge in London
Wo die Sprengsätze am 21. Juli explodierten
·Neue Anschläge auch für London zu viel
Psychologische Wirkung für Menschen verheerend
Ein mutmaßlicher Mitverschwörer der Attentäter von London hätte nach amerikanischen Medienberichten bereits vor den Anschlägen vom 7. Juli festgenommen werden können. Der Terrorverdächtige sei von der US-Polizei in Südafrika aufgespürt worden, eine Festnahme sei aber an den britischen Behörden gescheitert, da der Mann die britische Staatsbürgerschaft besitzt. Der gebürtiger Brite befinde sich nun in Sambia in Gewahrsam, berichtete der US-Sender CNN am Donnerstag unter Berufung auf amerikanische und sambesische Ermittlungsbeamte.
Den Berichten zufolge handelt es sich bei dem Terrorverdächtigen um den 30-jährigen Haroon Rashid Aswat, einen gebürtigen Briten indischer Herkunft. Er habe sich Wochen vor den Anschlägen in London in Südafrika aufgehalten und sei dort wegen des Verdachts der Beteiligung an Plänen für den Aufbau eines Terroristen-Ausbildungslagers im US-Staat Oregon unter amerikanischer Überwachung gestanden. Ein Ersuchen der USA an Südafrika, Aswat festnehmen zu dürfen, sei an Großbritannien weitergeleitet worden. Die dortigen Behörden hätten aber den Antrag mit Blick auf die britische Herkunft des Mannes abgelehnt.
Mittlerweile gebe es Hinweise auf eine mögliche Verbindung des Mannes zu den Terroranschlägen auf U-Bahnzüge und einen Bus, bei denen 56 Menschen einschließlich der vier Selbstmordattentäter ums Leben gekommen waren. Britische Medien hatten Aswat vergangene Woche als "britischen Al-Kaida-Führer" bezeichnet.
"Das ist alles Spekulation"
Scotland Yard hat die Medienberichte über die Festnahme in London heruntergespielt. "Das ist alles Spekulation und nichts, was wir im Augenblick diskutieren wollen", sagte eine Sprecherin der Londoner Polizei am Freitag.
Das Außenministerium in London bestätigte, dass es sich darum bemüht, Zugang zu einem britischen Staatsbürger in Sambia zu bekommen, nannte jedoch keinen Namen.
Geheimdiensten länger bekannt
Die Londonder "Times" berichtete, Aswat sei zwei Wochen vor den Anschlägen vom 7. Juli in Großbritannien eingetroffen, um die Vorbereitungen zu leiten. Wenige Stunden vor der Tat soll er das Land wieder verlassen haben. Er sei westlichen Geheimdiensten seit mehr als drei Jahren bekannt, hieß es.
In London sind die Sicherheitskräfte weiter in höchster Alarmbereitschaft. Drei Wochen nach der ersten Welle von Terroranschlägen und eine Woche nach der zweiten Anschlagsserie war die Polizeipräsenz am Donnerstag auf den Straßen, vor U-Bahnhöfen und Bushaltestellen noch stärker als in den vergangenen Tagen.
Warnung vor neuen Anschlägen
Scotland-Yard-Chef Sir Ian Blair befürchtet, dass die drei noch flüchtigen Rucksackbomber ihrer Festnahme zuvorkommen wollen, indem sie noch einen Anschlag verüben: "Es bleibt möglich, dass die flüchtigen Täter wieder zuschlagen werden", warnte er. "Und es bleibt möglich, dass es andere Terrorzellen gibt, die ebenfalls darauf aus sind, wieder zuzuschlagen." Am Mittwoch war der mutmaßliche Rucksackbomber Yasin Hassan Omar in Birmingham überwältigt worden.
Die Jagd nach Aswat hatte sich Medienberichten zufolge verstärkt, nachdem die Ermittler festgestellt hätten, dass er auf seinem Mobiltelefon rund zwanzig Anrufe der vier Attentäter vom 7. Juli empfangen habe. Bei den Anschlägen waren 56 Menschen gestorben.
(apa/red)
