Grund für Flucht? Irrtümlich erschossener Brasilianer hatte kein gültiges Visum mehr
- Der Einwanderungsstempel im Pass war gefälscht
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Der von der Londoner Polizei bei der Fahndung nach den Attentätern des 7. Juli irrtümlich erschossene Brasilianer hatte kein gültiges Visum mehr. Das Visum von Jean Charles de Menezes war schon vor zwei Jahren abgelaufen, wie eine Sprecherin des britischen Innenministeriums am Donnerstag sagte.
Zudem habe er einen gefälschten Stempel der Einwanderungsbehörden in seinem Pass gehabt. Der Stempel, der besagte, dass der 27-Jährige auf unbefristete Zeit in Großbritannien bleiben dürfe, sei zum Zeitpunkt der Visumserteilung "nicht in Gebrauch" bei der Einwanderungsbehörde gewesen.
Britische Zivilfahnder hatten den jungen Mann am vergangenen Freitag nach einer Verfolgungsjagd durch einen Londoner U-Bahnhof mit sieben Kopfschüssen getötet, weil sie ihn für einen Attentäter hielten. Menezes war nach Angaben der Polizei vor den Zivilfahndern davongelaufen und hatte nicht auf ihre Rufe reagiert. Freunde und Kollegen des Mannes sagten, er sei gerannt, weil er auf dem Weg zur Arbeit spät dran gewesen sei oder möglicherweise einen Überfall befürchtet habe. Menezes soll am Freitag in seiner Heimat beerdigt werden.
(apa/red)
