Londoner Polizei bestätigt: Verhinderter Rucksack-Bomber Omar wurde gefasst!
- Polizei veröffentlicht neues Foto: Täter in Unterhemd
- Blair erleichert über erfolgreiche Terror-Operation
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Londonder Polizei sucht diese vier Personen
·London: Polizei lässt zwei Verdächtige frei!
Scotland Yard sagt: Keine
Verbindung zu Attentaten
·Neuer Terroralarm in London: Die Ereignisse
CHRONOLOGIE: Rückblick
auf die neuen Attentate!
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Tage des Schreckens
·INFO-GRAFIK: Neue Anschläge in London
Wo die Sprengsätze am 21. Juli explodierten
·Neue Anschläge auch für London zu viel
Psychologische Wirkung für Menschen verheerend

Die Londoner Polizei hat am Mittwochabend die Festnahme eines mutmaßlichen Attentäters vom 21. Juli bestätigt. Demnach wurde Yasin Hassan Omar am Vormittag in Birmingham gefasst. Zuvor hatten Medien schon berichtet, bei der Festnahme von vier Terrorverdächtigen in der zweitgrößten britischen Stadt sei Omar in Gewahrsam genommen worden. Auch Premier Tony Blair hatte von einem Fahndungserfolg gesprochen.
Der Leiter der Anti-Terror-Einheit der Londoner Polizei, Peter Clarke, erklärte vor Journalisten, Omar sei zur Zeit der Festnahme am frühen Mittwochmorgen allein zu Hause gewesen. Nach drei weiteren Männern, deren Fotos im Rahmen der Fahndung veröffentlicht worden waren, werde weiter gesucht. Clarke rief die Bevölkerung zur Wachsamkeit auf.
Im Haus des 24-Jährigen in Ost-Birmingham seien keine Spuren von Sprengstoff gefunden worden. Omar werde gegenwärtig in einer Polizeistation in London von der Anti-Terror-Polizei verhört. Der Somalier hatte am 21. Juli versucht, in der U-Bahnstation Warren Street eine Bombe zu zünden, so Clarke weiter.
Nach Einschätzung der BBC ist nun die wichtigste Frage, ob Omar der Polizei Informationen zu den drei anderen Terroristen geben wird, mit denen er am Donnerstag vergangener Woche in London versucht hatte, Anschläge auf drei U-Bahnen und einen Bus zu verüben.
Omar kam nach Angaben des britischen Innenministeriums im Alter von zwölf Jahren als Sohn somalischer Asylsuchender nach Großbritannien und lebte seit sechs Jahren von staatlicher Hilfe in London. In seiner Nachbarschaft war er seit Jahren als Extremist bekannt, der die Terroranschläge vom 11. September 2001 öffentlich guthieß.
Die Polizei veröffentlichte zugleich ein neues Foto, das einen der mutmaßlichen Täter zeigen soll, nachdem er sich auf der Flucht seines blauen Hemdes entledigt hat. Es zeigt ihn in einem weißen Unterhemd in einem Bus.
Britische Polizei lässt vier Terrorverdächtige wieder frei
Die britische Polizei hat vier unter Terrorverdacht im Zusammenhang mit den Ermittlungen zu den jüngsten Anschlägen festgenommene Männer wieder auf freien Fuß gesetzt. Einer von zwei am vergangenen Freitag im Londoner U-Bahnhof Stockwell festgenommenen Verdächtigen sei unter den Freigelassenen, sagte ein Londoner Polizeisprecher am Mittwochabend. Gegen den Mann seien vorerst keine weiteren Maßnahmen geplant.
Auch ein am Mittwochmorgen am Flughafen Luton nördlich von London unter Terrorverdacht festgenommener Mann wurde wieder freigelassen. Der Mann sei "außerordentlich kooperativ" gewesen, teilte die Polizei der Grafschaft Bedfordhire am Abend mit. Die Behörden seien dabei, ihm zu helfen, seinen am Morgen verhinderten Ryanair-Flug in das französische Nîmes nachzuholen. Einzelheiten wurden nicht genannt.
Zwei am Dienstagabend in einem Zug von Newcastle nach London festgenommene Männer wurden nach Polizeiangaben ebenfalls wieder auf freien Fuß gesetzt. Nach einer intensiven Überprüfung seien die Behörden nun davon überzeugt, dass die beiden mit keinerlei terroristischen Aktivitäten in Zusammenhang stünden, sagte ein Polizeisprecher.
Die Anti-Terror-Polizei durchsuchte am Mittwoch im Rahmen ihrer Ermittlungen eine weitere Wohnung im Londoner Stadtteil Stockwell, wie eine Polizeisprecherin bestätigte. In Stockwell war am 21. Juli eine von vier Bomben explodiert, die jedoch kaum Schaden anrichteten. Die Razzia dauerte den Angaben zufolge noch an, bewaffnete Polizeieinheiten waren vor Ort. Es habe keine Festnahmen gegeben, sagte die Sprecherin.
Zapatero für Allianz der Zivilisationen
Der spanische Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero regte am Mittwoch in London "eine Allianz der Zivilisationen" im Kampf gegen die "Barbarei des Terrorismus" an. Diese Allianz solle westliche und islamische Länder wie die Türkei umfassen. Blair unterstützte den Vorschlag. Auch der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan, der ebenfalls bei Blair zu Besuch war, sprach sich für eine noch engere Zusammenarbeit bei der Terrorbekämpfung aus.(apa)
