Freitag, 29. Juli 2005

Zwei ETA-Bomben in Spanien explodiert: Detonationen auf gefüllten Bundesstraßen

  • Untergrundorganisation kündigte Anschläge an
  • Berichte über Verletzte liegen nicht vor

Nach einer Warnung der baskischen Separatistenorganisation ETA sind am Freitag in Spanien zwei kleinere Bomben auf Autobahnen explodiert. Dabei sei niemand verletzt worden, sagte ein Sprecher der Regierung in Madrid. Auf einer der vom Anschlag betroffenen Autobahnen laufe der Verkehr wieder. Die Bomben mit geringer Sprengkraft wurden von der ETA an einem Tag gezündet, an dem Millionen von Spaniern auf dem Weg in den Sommerurlaub waren. Vorübergehend hatten sich kilometerlange Staus gebildet. Betroffen waren die A-4 und die A-5.

Die französische Polizei nahm unterdessen bei zwei getrennten Aktionen vier mutmaßliche ETA-Mitglieder fest. Das gab das spanische Innenministerium bekannt. Die Festnahmen seien in Brive La Gaillarde in Mittelfrankreich sowie in Grenoble in den Alpen erfolgt. In beiden Fällen seien bei den Festgenommenen Waffen und falsche Papiere gefunden worden.

Die ETA hat in der Vergangenheit immer wieder Bombenanschläge in Spanien verübt. Seit 1968 sind bei Anschlägen der Gruppe, die für die Unabhängigkeit des Baskenlandes von Spanien kämpft, fast 850 Menschen ums Leben gekommen. In den vergangenen zwei Jahren sind allerdings keine Menschen mehr durch ETA-Bomben getötet worden.

Die Europäische Union und die USA betrachten die ETA ("Euskadi Ta Askatasuna"/Baskenland und Freiheit) als Terror-Organisation. (apa/red)

29.7.2005 18:54