Israelischen Abzug aus Gaza-Streifen: Hamas sieht darin Erfolg ihres Kampfes
- Jedoch Bekenntnis zu Einhaltung der Waffenruhe
Die radikal-islamische Palästinenser- Organisation Hamas betrachtet den von Israel angekündigten Abzug aus dem Gaza-Streifen als Erfolg des bewaffneten Kampfes. "Es ist der erste Schritt zur Befreiung der restlichen besetzten palästinensischen Gebiete", sagte der Hamas-Führer Ismail Hania am Donnerstag in Gaza-Stadt.
Die Räumung der jüdischen Siedlungen sei für die Palästinenser eine "nationale Errungenschaft". Die Hamas sei aber der Waffenruhe verpflichtet, stellte Hania klar. Die israelische Regierung will am 17. August damit beginnen, 25 Siedlungen - 21 im Gaza-Streifen und vier im nördlichen Westjordanland - aufzulösen.
Die palästinensischen Sicherheitskräfte sind nach den Worten von Ministerpräsident Korei in der Lage, im Gaza-Streifen nach dem Abzug der Israelis für Ordnung zu sorgen. "Wir sind im Stande, unsere Verantwortung zu übernehmen", versicherte Korei am Mittwoch in Gaza. "Wir müssen bei dieser Aufgabe Erfolg haben. Die Welt schaut auf uns."
Palästinenserpräsident Abbas will sich während der gesamten Abzugsphase in Gaza aufhalten. Er steht unter starkem internationalen Druck, da von ihm erwartet wird, dass er radikale Gruppen wie die Hamas von Gewalttaten während des israelischen Abzugs abhält.
Israelische Offiziere wollen noch vor dem Abzug mit einem Einsatz gegen militante Palästinenser vorgehen. "Es wird keine Wahl bleiben, als palästinensische Angriffe auf den laufenden Abzug mit einem groß angelegten Militäreinsatz zu verhindern", zitierte die israelische Tageszeitung "Maariv" am Mittwoch führende israelische Offiziere.(apa/red)
