Benedikt XVI. seit 100 Tagen im Amt: "Habe
niemals gedacht, dieses Amt zu erhalten"
- Papst schreibt im Urlaub an Buch und 1. Enzyklika
·BILDER: Papst ganz cool mit Sonnenbrille
Benedikt XVI. machte Urlaub in Castelgandolfo
Nach 100 Tagen an der Spitze der katholischen Kirche hat Benedikt XVI. eine erste Bilanz gezogen: Papst-Sein ist nicht einfach. "Ich habe niemals gedacht, dieses Amt zu erhalten. Aber die Menschen sind sehr gut zu mir und unterstützen mich", vertraute der 78-Jährige am Montag in seinem Ferienort im Aosta-Tal Journalisten an.
Während seiner Ferien im Aosta-Tal schreibt Papst Benedikt XVI. sowohl an einem neuen Buch als auch an seiner ersten Enzyklika. Das hat Vatikan-Sprecher Navarro-Valls bestätigt. Das Buch habe Joseph Ratzinger bereits vor drei Jahren begonnen; entgegen anderer Gerüchte gehe es darin nicht um die Spiritualität des Heiligen Benedikt. Zunächst werde das Buch erscheinen, später dann die Enzyklika.
Treffen Judentum und Islam bei Weltjugendtag
Außerdem bereite der Papst seine Ansprachen für den kommenden Weltjugendtag vor. Mit Blick auf das Programm des Papstbesuchs beim Weltjugendtag unterstrich Navarro-Valls, die Treffen mit Vertretern des Judentums und des Islam seien im ersten Entwurf nicht vorgesehen gewesen und auf ausdrücklichen Wunsch Benedikts XVI. hinzugefügt worden.
Auf die Frage, ob die ersten Monate auf dem Petrusthron schwierig gewesen seien, antwortete der Papst: "Ja, in einem gewissen Sinne schon." Ratzinger war am 19. April zum Papst gewählt worden. Am 28. Juli, wenn er seine Ferien in den Alpen beendet, ist er 100 Tage im Amt.
(apa)
