Montag, 25. Juli 2005

Tod nach Kontakt mit Tieren: Mysteriöse Krankheit verunsichert Chinas Bevölkerung

  • Bisher 17 Menschen tot, über 40 Personen erkrankt
  • PLUS: Tödlicher Irrtum - Gift statt Stärke in Suppe

In China untersuchen Gesundheitsexperten nach Medienberichten den Ausbruch einer mysteriösen Krankheit, an der bisher 17 Menschen gestorben sind. Weitere 41 Personen sind erkrankt. Alle hatten den Berichten zufolge Kontakt mit kranken oder toten Tieren.

Die Regierung der Provinz Sichuan wies am Montag aber Spekulationen zurück, dass die Todesfälle Folgen der Vogelgrippe oder der Lungenkrankheit Sars sein könnten. Auch Experten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gehen davon aus, dass es sich nicht um diese Krankheiten handelt.

Die chinesischen Behörden vermuten, dass die Krankheit von einem Bakterium verursacht wird, dass unter Schweinen verbreitet ist. Die Symptome ließen auf das Bakterium Streptococcus suis schließen, sagte WHO-Sprecher Bob Dietz. Man warte aber noch die Analysen des Gesundheitsministeriums ab.

Tödliche Verwechslung: Rattengift statt Stärke in Suppe
Sieben Menschen sind in China nach dem Genuss einer irrtümlich mit Rattengift versetzten Fischsuppe gestorben. 30 weitere Personen wurden zur Behandlung in ein Krankenhaus eingeliefert, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Montag meldete.

Den Angaben zufolge hatte ein Koch in der mittelchinesischen Ortschaft Xiaogan statt Stärke versehentlich Rattengift in die Suppe getan. Die Opfer waren alle Teilnehmer eines Essens zu Ehren einer sieben Tage zuvor gestorbenen Frau teil. Die Verstorbene war die Mutter des Gastgebers.
(apa)

25.7.2005 08:18