Wiener Islam-Fundi in NEWS: "Jeder gläubige Moslem will ein Märtyrer werden"
- BVT zeigt Armin Bibars wegen "Verhetzung" an
- Islam-Präsident Schakfeh geht scharf auf Distanz
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Das Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT) ersucht die Staatsanwaltschaft Wien, die öffentlichen Aussagen Armin Bibars auf "Verhetzung" zu überprüfen, berichtet das Nachrichtenmagazin NEWS in seiner aktuellen Ausgabe Das BVT verfasste eine "Sachverhaltsdarstellung" an die Staatsanwaltschaft Wien, die seit Wochenanfang am Schreibtisch des (für politische Delikte) zuständigen Referenten Michael Klackl liegt.
Armin Bibars, 30, österreichischer Staatsbürger und stellvertretender Obmann eines Vereines, der in Wien-Neubau eine islamische Moschee betreibt, habe sich, heißt es in der "Sachverhaltsdarstellung", dadurch verdächtig gemacht, dass er in einem ZiB 2-Interview des ORF keine Distanzierung zu den Bombenattentätern von London erkennen habe lassen ("... ich möchte zu den Anschlägen kein Werturteil abgeben..."), dass er sagte, dass die Attentäter "keine andere Alternative gehabt hätten, um ihre politischen Forderungen zu kommunizieren" und dass es "politische Ziele gibt, die erreicht werden sollen...".
"Jeder gläubige Moslem will ein Märtyrer sein"
In einem Interview mit NEWS legt der Wiener Islam-Fundi nun nach: - Zum Thema Selbstmord-Attentäter sagt Bibars wörtlich in NEWS. "Jeder gläubige Moslem will ein Märtyrer sein. Er will den Lohn haben, den ein Schahid (Märtyrer) erhält - das Paradies." - Zum Terrorangriff vom 11.9. 2001 auf News York sagt Bibars: "Der Angriff vom 9.11. war aus Sicht der Aktivisten ein Akt der Verteidigung gegen die amerikanische Okkupation muslimischer Länder."
Und zum jüngsten U-Bahn-Attentat in London sagt Bibars: "Wenn Sie jetzt sagen, diese Aktivisten waren Massenmörder, aber der Premier Blair ist kein Massenmörder, dann habe ich ein Problem damit. Dann sage ich, ich akzeptiere es nicht."
Der Präsident dert Islamischen Glaubengemeinschaft, Anas Schakfeh, geht im NEWS-Interview scharf auf Distanz zur kleinen Minderheit radikaler Muslime in Österreich.
- Schakfeh in NEWS zum Thema Islamisten in Östereich: "Die Mehrheit der Muslime in Österreich lehnt Gewalt absolut ab. Das ist keine Vermutung, sondern gesicherte Information." Und: "Muslime sind aufgefordert, illegale Aktivitäten - etwa Terror - der Behörde zu melden."
- Schakfeh zu den jüngsten Terroranschlägen: "Wir Muslime in Österreich sind sehr betroffen und erschüttert. Die muslimische Gemeinde ist stark beunruhigt."
- Schakfeh über die Existenz , von "Hasspredigern" in Österreich: "Davon kann man nicht sprechen. Wohl aber gibt es eine kleine radikale Gruppierung, die die Linie unserer Glaubensgemeinschaft - Integration in die hiesige Gesellschaft unter Beibehaltungder religiösen bzw. kulturellen Identität - nicht gutheißt. Die muslimische Gemeinschaft bejaht Demokratie und Rechtsstaat."
Die ganze Story finden Sie in der aktuellen Ausgabe von NEWS!
