Mittwoch, 20. Juli 2005

Aber jetzt erst recht: Horrende Spritpreise halten Autofahrer nicht vom Fahren ab!

  • VCÖ: Nur jeder 5. Lenker lässt Auto häufiger stehen
  • 70 Prozent rechnen mit weiteren Preiserhöhungen

Die steigenden Spritpreis sind für die meisten Österreicher offenbar kein Grund, weniger mit dem Auto zu fahren. 78 Prozent der Autofahrer fahren gleich viel wie bisher, nur 21 Prozent benützen häufiger Öffentliche Verkehrsmittel, das Fahrrad oder gehen öfters zu Fuß. Das ist das Ergebnis des jüngsten monatlich ermittelten "VCÖ-Verkehrsradars", das in Kooperation von OGM und VCÖ durchgeführt wird.

Bei der repräsentativen Umfrage (500 Befragte) gaben 12 Prozent an, jetzt häufiger zu gehen oder mit dem Fahrrad zu fahren, teilte der VCÖ heute, Mittwoch, mit. Weitere 9 Prozent steigen häufiger auf Öffentliche Verkehrsmittel um. "Das heißt, nur jeder fünfte Autofahrer lässt wegen der höheren Spritpreise das Auto häufiger stehen", erklärte Wolfgang Rauh vom VCÖ-Forschungsinstitut.

Steigen der Preise erwartet
Das VCÖ-Verkehrsradar zeigt zudem, dass die Autofahrer mit weiteren Preiserhöhungen rechnen. "70 Prozent gehen davon aus, dass die Spritpreise in den kommenden Wochen weiter steigen werden. Nur 22 Prozent meinen, dass jetzt der Höhepunkt erreicht wurde. Sprit sparend Fahren wird für die Autofahrer wichtiger werden", hält VCÖ-Experte Rauh fest.

Spritverbrauch senken
Allein durch den Fahrstil könnte der Spritverbrauch um 30 Prozent gesenkt werden. "Wer vorausschauend, nieder tourig und langsamer fährt, kann sich viel Geld ersparen. Auch höherer Reifendruck senkt den Spritverbrauch", empfiehlt Rauh. Sprit sparender Fahrstil sollte ein fixer Bestandteil der Fahrausbildung werden, fordert der VCÖ. Das schone nicht nur die Geldbörse, sondern helfe Österreich auch bei der Erreichung der Klimaschutzziele von Kyoto. (APA/red.)

20.7.2005 13:12