Badeverbot in Genua wurde aufgehoben: Algenseuche schädigte Image der Region
- Gewässer in der Umgebung sorgfältig kontrolliert
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Obwoh in Genua inzwischen das Badeverbot aufgehoben wurde, herrscht im Stiefelstaat Algenpsychose: Nach der Algenseuche vor der Küste Genuas befürchtet man weitere Fälle dieser Art in Italien.
In mehreren Regionen wurden Kontrollen in die Wege geleitet, um etwaige weitere übermäßige Konzentrationen der tropischen Alge "Ostreopsis ovata" aufzuspüren, die für die Seuche verantwortlich gemacht wird.
Auslöser für Beschwerden
Die Alge ist Auslöser für Beschwerden wie hohes Fieber, Durchfall und Atemprobleme. Rund 200 Badende waren in Genua diese Woche wegen der "Algenseuche" behandelt worden.
Sorgfältige Kontrolle
An der toskanischen Küste zwischen Viareggio und Grosseto wurden die Gewässer sorgfältig kontrolliert, berichteten italienische Medien am Donnerstag. "Die Seuchengefahr besteht während der Blütezeit der Alge, die zirka vier Tage lang dauert", berichtete der Experte Claudio Grillo.
Badeverbot aufgehoben
Inzwischen wurde in Genua das Badeverbot aufgehoben, das der Bürgermeister, Domenico Pericu, an den 15 Kilometern Strände der Hafenstadt verhängt hatte. "Es besteht für die Badenden keine Gefahr mehr", sagte Cecilia Brescianini, Sprecherin einer von der Gemeinde eingesetzten Expertenkommission, die die Lage der Gewässer überprüft hat. Die Behörden vermuten, dass wegen defekter Kläranlagen eine große Stickstoff- und Phosphatkonzentration im Meer vor Genua entstanden ist und die Seuche auch noch begünstigt habe.
Tourismus stark beeinträchtigt
Die Algenseuche hat den Tourismus der Gegend stark belastet. "Die Imageschäden sind groß. Mehrere ausländische Touristen haben ihren Urlaub in dieser Gegend abgesagt", betonte der Sprecher des Tourismusverbands von Genua. Auch die Fischereien und Restaurants klagen über sinkende Umsatzzahlen.
Angst vor giftigen Meeresfrüchten
Die Nachfrage nach Meeresfrüchten und Fische sei wegen des Algenalarms stark gesunken. "Die giftigen Substanzen der Algen werden von den Meeresfrüchten aufgenommen. Sie sind auch in der Leber der Fische zu finden", sagte der Ökologie-Experte der Universität von Pisa, Francesco Cinelli.
Untersuchung eingeleitet
Mit der Algenseuche beschäftigt sich seit Mittwoch auch die Staatsanwaltschaft von Genua, die eine Untersuchung eingeleitet hat, um allfällige Verantwortliche auszuforschen. Die Staatsanwälte ermitteln wegen Fahrlässigkeit. Sie schlossen nicht aus, dass Schiffe Stoffe ins Meer geschüttet haben könnten, die die Vermehrung der tropischen Alge "Ostreopsis ovata" begünstigt haben. (apa/red)
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