Donnerstag, 21. Juli 2005

US-Raumfähre "Discovery" gestartet: Um
um exakt 16.39 Uhr hob Space Shuttle ab!

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  • Start sorgte nach "Columbia"-Crash für Anspannung

Der Start der "Discovery" ist geglückt: Die US-Raumfähre hob exakt um 16:39 Uhr vom Weltraumbahnhof in Cape Canaveral in Florida in Richtung der Internationalen Raumfahrstation ISS ab. Networld.at berichtet LIVE vom Flug der "Discovery" und liefert die aktuellsten Bilder!

Weniger als neun Minuten nach ihrem Start in Cape Canaveral hatte die "Discover" ihre Erdumlaufbahn erreicht. Kurz zuvor war planmäßig der Haupttank abgesprengt worden. Die beiden Feststoff-Antriebsraketen waren bereits nach zwei Minuten gelöst worden. An Bord des Space Shuttle befinden sich sieben Astronauten.

Tests vor dem geplanten Start der US-Raumfähre "Discovery" ergaben keine weiteren Probleme bei den Treibstoffsensoren. Alle funktionierten wie erwartet, erklärte NASA-Sprecherin Jessica Rye. Die "Discovery" startet um 10.39 Uhr Ortszeit (16.39 Uhr MESZ) vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida zur Internationalen Raumstationen ISS.

Eine fehlerhafte Treibstoffanzeige hatte am 13. Juli zum Abbruch des Starts geführt. Die US-Raumfahrtbehörde NASA fand nicht heraus, warum der Sensor nicht funktionierte, und entschied, den Start auch durchzuführen, wenn das Problem bei einem der vier Sensoren wieder auftauchen sollte.

"Hinnehmbares Risiko"
Das ist eine Abweichung von den Sicherheitsregeln. Zur Feststellung beispielsweise eines Lecks in einem der Tanks werden nur zwei Sensoren benötigt. NASA-Chef Michael Griffin nannte die Entscheidung ein "hinnehmbares Risiko", das gering sei. Die NASA hat in den letzten Tagen zwei Sensoren neu verdrahtet, um das Problem zu lösen. Einige Dinge lägen einfach in der Bauart der Raumfähren begründet und könnten nicht mehr verbessert werden, erklärte Griffin.

Kritik an riskanter Vorgehensweise
Ein ehemaliger Mitarbeiter der NASA-Kontrollabteilung, Joseph Gutheinz, kritisierte dagegen, die NASA habe offenbar keine Lehren aus dem Absturz der "Columbia" am 1. Februar 2003 gezogen. "Für mich ist klar, dass die NASA weiter die Mission über die Sicherheit stellt", sagte Gutheinz. "Ich fürchte, dass die NASA diesmal falsch liegt, wie schon bei 'Apollo 1', 'Challenger' und 'Columbia'".

Die "Columbia" war beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre auseinander gebrochen. Dabei kamen alle sieben Astronauten an Bord ums Leben. Für den Absturz wurde ein Schaden im Hitzeschild der Tragfläche verantwortlich gemacht, der beim Start entstanden war. Die "Challenger" explodierte am 28. Januar 1986 beim Start.

Sieben Astronauten an Bord
Die "Discovery" soll sieben Astronauten für zwölf Tage ins All bringen. Sie sollen mit einem 15 Meter langen und mit Laser ausgestatteten Ausleger anfällige Stellen der ISS untersuchen und Reparaturen vornehmen. (apa/red)

21.7.2005 07:51