Mittwoch, 20. Juli 2005

So gleich. . .
. . . und so anders

  • Körperlich ident – aber die Psyche oft gegensätzlich.

Zwillingsforschung: viele Unterschiede
Eine Studie belegt nun: Zwillinge sind einander viel weniger ähnlich als bisher angenommen. Denn trotz identer DNA –„arbeiten“ ihre Gene unterschiedlich.

Ein idyllisches Einfamilienhaus in Gablitz nahe Wien. Im Garten sitzen zwei Mädchen in einer Hängematte und genießen den warmen Sommertag. Und auf den ersten Blick glaubt man, doppelt zu sehen: Denn Julia und Hannah gleichen einander – wie ein Ei dem anderen.
Die beiden 13-Jährigen haben die gleichen haselnussbraunen Augen, beide tragen ihre dunklen Haare zu Zöpfen zusammengebunden, selbst Gesichtszüge, Größe und Figur scheinen völlig ident. Die Lösung: Die Schülerinnen sind eineiige Zwillinge.

„Wie Hund und Katz.“ Doch so täuschend ähnlich ihr Äußeres ist, in ihrer Art sind die „Twins“ grundverschieden – Streit steht an der Tagesordnung. Mutter Antonella Kraus: „Hannah ist extrovertiert und Julia sehr in sich gekehrt. Sie ist ein Bücherwurm, ihre Schwester hingegen hört lieber Musik.“ Fazit: „Die beiden trennen zwar nur vier Minuten Altersunterschied, ihre Charaktere sind jedoch so unterschiedlich, als wären sie nicht einmal miteinander verwandt.“
Über differierende Erfahrungen mit ihrem Nachwuchs berichtet auch Nadja Sarwat. Die NEWS-Mitarbeiterin ist Mutter von dreieinhalbjährigen Zwillingsbuben – ihr Resümee: „Die beiden haben eine beinahe symbiotische Beziehung zueinander. Trotzdem sind sie eigenständige Persönlichkeiten – jeweils mit unterschiedlichen Facetten.“ Was bedeutet: „Jona ist der Kommunikator nach außen, Benjamin vorsichtiger und beobachtet mehr.“

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20.7.2005 17:26