Georg Totschnig: Der Tour-Triumphator
- Sternstunde: Ein Zillertaler stürmt in den Radhimmel

Georg Totschnig. Der 34-jährige Zillertaler sorgte mit dem Etappensieg in den Pyrenäen für eine Sportsensation.
Live dabei. NEWS radelte auf den Spuren von Lance Armstrong & Co. Und erlebte den Totschnig-Triumph hautnah mit.
Was haben der 11. Juni 1995 und der 16. Juli 2005 gemeinsam? An beiden Tagen schrieben Österreicher in Frankreich heimische Sportgeschichte. 1995 gewann Thomas Muster als erster und nach wie vor einziger Österreicher das Grand-Slam-Turnier in Roland Garros. Zehn Jahre später schaffte Georg Totschnig in Ax-3-Domaines das, was bislang nur Max Bulla 1931 geschafft hatte: einen Etappensieg beim größten und wichtigsten Radsportereignis des Jahres, der Tour de France. Doch während Thomas Muster 1995 als haushoher Favorit nach Paris gekommen war, hatte mit Totschnig keiner gerechnet, nicht einmal er selbst.
Ausstiegspläne. Nach der ersten Woche habe ich nicht mehr daran geglaubt, dass es heuer wirklich mit meinem großen Traum, einem Etappensieg, klappen könnte, gesteht Totschnig ehrlich. Die gesundheitlichen Probleme, mit denen er knapp vor der Tour zu kämpfen hatte, schienen mit einem Schlag seine minutiöse Saisonplanung, die ganz auf die Tour ausgelegt war, zunichte zu machen. Vor der 11. Etappe quer durch die Alpen von Courchevel nach Briançon wollte Totschnig schon sein Rad ins Eck stellen und die Tour aufgeben. Sein Gerolsteiner-Teamkollege Peter Wrolich musste auf Totschnig wie auf eine kranke Kuh einreden, damit er nicht vorzeitig aus der Tour aussteigt.
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