"Ich bin am rechten Weg der FPÖ"
- Heinz-Christian Strache, FPÖ-Obmann

Der FPÖ-Chef im großen NEWS-Sommergespräch über Haider, den blau-orangen Krieg ums Geld und seinen strammen Rechtskurs im Wien-Wahlkampf.
NEWS: Sie sind nun schon drei Monate lang FPÖ-Chef. Was, außer dass auf den Plakaten Chicago durch Istanbul ersetzt wurde, hat sich seither geändert?
Strache: Vieles. Die schwere Krise nach der Spaltung haben wir durch perfektes Management sehr gut gemeistert. Mittlerweile sind wir die einzige ernst zu nehmende Opposition und gewinnen von Woche zu Woche mehr an Profil. In der FPÖ wird nicht mehr gestritten. Vielmehr machen wir wieder als geschlossene Gemeinschaft mit Idealismus Politik für die Menschen.
NEWS: Apropos geschlossene Gemeinschaft: Wie stehen Sie zur EU?
Strache: Wir bekennen uns dazu: Ja wir sind die einzige EU-kritische Oppositionspartei, denn wir haben als Einzige gegen die europäische Unionsverfassung votiert und unsere eigene Neutralität verteidigt. Dazu haben wir jetzt auch ein Volksbegehren gestartet: Wir sind gegen den Beitritt der Türkei und wollen Herr im eigenen Haus bleiben!
NEWS: Hadern Sie noch immer mit Jörg Haider, der Ihnen die Parteispaltung beschert hat?
Strache: Nein nicht mehr. Jörg Haider war lange Jahre am richtigen Weg. Zuletzt hat er sich im eigenen Ehrgeiz verirrt. Er kann einem nur noch leid tun.
NEWS: Strache der neue Haider.
Strache: Ich bin nicht der neue Haider, sondern der erste Strache. Im Gegensatz zu Haider bin ich verlässlich. Ich lebe Kontinuität und habe Rückgrat. Haider sitzt zwar als Papagei auf den Schultern des Kapitäns Wolfgang Schüssel, aber was nutzt es, wenn das bunte Vieh zwar viel plappert und meckert, aber dann doch immer nur dem Kapitän folgt. Den Papagei Haider nimmt niemand mehr ernst.
NEWS: Aber die FPÖ verdankt diesem Papagei wohl die sensationellsten Erfolge.
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