FORMAT-Bericht: Neuer Streit zwischen Austrian und VIE um Flughafentarife
- Flughafen erteilt Begehrlichkeiten der AUA Absage
Zwischen der AUA und dem Flughafen (VIE) ist ein neuer Streit um die Flughafentarife ausgebrochen. Das berichtet das Nachrichtenmagazin FORMAT in seiner aktuellen Ausgabe. Bei einem Treffen zwischen den beiden Vorstandstrios vergangenen Freitag am Flughafen Wien haben die AUA-Chefs dem Vernehmen nach Anspruch auf fünfzig Prozent des VIE-Gewinnes (im vergangenen Jahr 71 Millionen Euro vor Steuern) erhoben.
In einer schriftlichen Stellungnahme des Austrian-Managements gegenüber FORMAT zu den derzeitigen Flughafentarifen argumentiert die AUA, sie habe ihren Heimatflughafen Wien "zu einem Drehkreuz zwischen West und Ost nicht nur auf kontinentaler, sondern auch auf interkontinentaler Basis ausgebaut". Es bestehe "objektiv ein Ungleichgewicht in der Risikoverteilung und in der Ergebnissituation der Wertschöpfungskette."
Flughafenvorstandssprecher Herbert Kaufmann erteilte den Begehrlichkeiten AUA im Gespräch mit FORMAT eine klare Absage. "Es kann nicht sein, dass ein Kunde von uns Anteile am Gewinn fordert. Wir sind ein börsenotiertes Unternehmen. Der Gewinn gehört erstens den Investoren und wird zweitens in den Ausbau des Flughafens investiert. Alles, was wir für unsere Kunden tun können, ist Bedingungen zu schaffen, mit denen sie wettbewerbsfähig sind. Das tun wir bereits."
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