Austria gegen GAK hielt was Schlagerspiele versprechen: Rasse, Klasse und fünf Tore!
- Stöger & Schachner: "Austria war um ein Tor besser"
- Ernst Dospel: "Wir hätten höher gewinnen können"
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drei Punkte geholt haben"
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Der Schlager der zweiten Runde in der Fußball-T-Mobile Bundesliga bot am Mittwoch das, was man sich von ihm versprochen hatte. Die Partie zwischen FK Austria Magna und Liebherr GAK hatte Rasse, Klasse und war dazu noch mit fünf Toren garniert. Das 3:2 vor fast 10.000 Zuschauern war der erste Heimsieg der Wiener über die Grazer seit 1.12.2002 (2:1). Und ausgerechnet der Ex-GAK-Abwehrchef Mario Tokic krönte sich bei seiner violetten Pflichtspiel-Premiere zum Matchwinner.
In und um Duelle zwischen dem regierenden Cupsieger und dem aktuellen Vizemeister, das im Frühjahr z.B. im Horr-Stadion mit einem Abbruch (0:3) endete, ist immer etwas los. Auch diesmal. Allein die Torfolge 1:0,1:1,1:2,2:2,3:2 vermittelte Dramatik und Spannung pur, dazu kamen Rasse, Klasse und fünf Tore. "Es war ein echtes Klassespiel, das alles gehabt hat. Es waren mörderische Treffer dabei und es gab auch viel Kampf, trotzdem blieb alles fair", resümierte Austrias Teammanager Peter Stöger.
Das entscheidende Tor von Tokic in der 72. Minute war für ihn das Tüpfchen auf dem i. "Alles wunderbar, unter dem Strich waren wir das eine Tor besser", meinte der Kronsteiner-Nachfolger, der seit seinem Amtsantritt auch im zehnten Pflichtspiel (acht Siege/zwei Remis) ungeschlagen blieb, zufrieden. Stöger freute sich auch über die Moral, die seine Truppe nach dem 1:2-Rückstand gezeigt habe und darüber, wie seine Mannschaft an sich geglaubt habe.
Dospel: "Der Sieg war hochverdient"
So ein Saison-Start sei wichtig. Von einem Fest für die Fans, den Verein und die Mannschaft sprach Austria-Kapitän Ernst Dospel. "Wir haben guten Fußball gespielt, hätten höher gewinnen können. Der Sieg war hochverdient, weil wir über 90 Minuten die bessere Mannschaft waren, nur in den letzten 15 Minuten wurden wir ein bisschen in die Defensive gedrängt", sagte der Torschütze zum 2:2 überglücklich zu dem maximalen Liga-Start mit sechs Punkten.
Schachner: "Wir waren ein ebenbürtiger Gegner"
Und der GAK? Er hat seine starke Leistung vom ersten Spiel (3:1 gegen Salzburg) bestätigt und auf Grund seines Kollektivs der Austria alles abverlangt. "Wir waren ein ebenbürtiger Gegner. Bis auf die ersten 15 Minuten war es ein Klassespiel, in dem die Austria gut getroffen hat und um dieses eine Tor besser war", kommentierte der Grazer Trainer Walter Schachner mit violetter Vergangenheit als Aktiver und Coach. Für den Steirer war es nicht nur wegen Tokic' Geniestreich bitter. "Alle drei Tore waren vermeidbar, das dürfte nicht passieren."
Andererseits präsentierten sich die Hausherren für "Schoko" gegenüber dem Saisonstart in der Südstadt aber auch "viel stärker und um eine Klasse besser". Der Trainer, der das 2:1 gegen die Admira live im Stadion verfolgt hatte, glaubt, dass die Veilchen ohne ihre Steigerung das 1:2 gegen den GAK nicht aufgeholt hätten. Gernot Sick, der Tokic-Nachfolger in der Abwehr der Rotjacken, sah die erste Niederlage der Grazer seit 19. März (0:1 auswärts Rapid) so: "Austria war stärker und hat verdient gewonnen. Wir müssen die Fehler abstellen, nach einer 2:1-Führung viel cleverer spielen."
(apa)
