3:0 gegen Wacker am Tivoli neu: Rapids "meisterliche Antwort" auf eine Auftaktpleite
- Pepi Hickersberger: "So muss ein Meister auftreten"
- Historisch: Höchster Rapid-Sieg in Innsbruck seit '81
·Meister nach Start- Pleite wieder voll da!
Rapid siegt in Innsbruck gegen Wacker Tirol 3:0
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Österreichs Fußball-Meister Rapid hat am Dienstag die passende Antwort auf die 2:3-Heimniederlage zum Saisonauftakt der T-Mobile Bundesliga gegen Sturm Graz gegeben. Die Hütteldorfer präsentierten sich beim 3:0-Erfolg - dem höchsten in Innsbruck seit dem 3. Oktober 1981 - beim FC Wacker Tirol wahrlich meisterlich. Damals hatten neben Sintschenko die Allzeit-Größen Antonin Panenka und Hans Krankl die Tore zum 3:0-Sieg am alten Tivoli erzielt.
Das mit 9.100 Besuchern gefüllte Tivoli neu sah eine ähnlich souveräne Rapid-Elf wie jene vor fast 24 Jahren, Krankls ÖFB-Teamkapitän Andreas Ivanschitz, der Torschütze zum 3:0 (51.), kam gar ins Schwärmen: "Das war die richtige Antwort, obwohl es nicht so leicht war, wie es ausgesehen hat. Wir sind sogar noch stärker als im Frühjahr - gerade in der Abwehr."
Bejbl: "Wir sind als Mannschaft aufgetreten"
Daran hatte vor allem der tschechische Neuzugang Radek Bejbl seinen Anteil. "Wichtig war, dass wir kompakt stehen. Wir waren defensiv stark verbessert und sind als Mannschaft aufgetreten", betonte Bejbl, der sich laut eigenen Angaben auf dem Platz schon viel wohler fühlte. "Es wird mit jedem Match besser. Dann kann ich Rapid auch sicher weiterhelfen", sagte der 32-jährige Vize-Europameister von 1996.
Hatte die Meister-Abwehr gegen Sturm aus vier Chancen noch drei Tore kassiert, stand diesmal die Null. "Wir haben konsequent unser Ziel verfolgt, sind mit drei Punkten belohnt worden. So muss ein Meister auswärts auftreten", meinte Erfolgscoach Josef Hickersberger. Und auch Rapid-Kapitän Steffen Hofmann wusste, warum der Rekordtitelträger in Innsbruck klar die Nase vorne hatte: "Eine starke Mannschaft verliert nicht zwei Mal hintereinander. Heute waren wir reifer."
Reif für das Fußball-Lehrbuch der negativen Art war hingegen die Einladung von Wacker-Verteidiger Torsten Knabel zum 0:1, die Rapid-Goalgetter Marek Kincl dankend annahm (33.), ehe Akagündüz mit seinem Debüt-Treffer für Rapid (42.) auf 2:0 stellte. "Wir können es uns nicht erlauben, gegen gute Teams Eigenfehler zu machen", brachte es Wacker-Coach Stanislaw Tschertschessow, der danach ein Aufbäumen seines Teams vermisste, auf den Punkt. "Rapid ist ja nicht umsonst Meister."
Keine Verstärkungen im Angriff für Wacker
Umsonst ist im Fußball-Geschäft ohnehin nichts - das weiß auch Tschertschessow, der trotz der Verletzung von Neuzugang Pacanda und mangels Alternativen im Sturm keine Neuverpflichtungen tätigen wird: "Wir haben unser kleines Budget und damit müssen wir leben", so der Russe. Wacker hat in den ersten beiden Saisonspielen nicht einen Treffer erzielt. Neben einem Scorer fehlte den Tirolern auch ein kreativer Mittelfeldspieler - eine Position die am ehesten Florian Mader einnehmen könnte.
Ein Neo-Tiroler hatte zwar ebenso wenig Grund zur Freude, schwelgte dafür in schönen Erinnerungen. Ferdinand Feldhofer, der die Wiener im Sommer in Richtung Innsbruck verlassen hatte, wurde von den Rapid-Fans mit einem Transparent gefeiert: "Ferdl, wir vergessen dich nie - tu du es auch nicht." "Es ist ein wunderschönes Gefühl", erklärte der Ex-Teamverteidiger, nachdem er während der Partie von den Sprechchören Notiz genommen hatte.
(apa/red)
