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Während Fernando Alonso scheinbar unaufhaltsam seinem ersten WM-Titel entgegen fährt, macht die Konkurrenz in der Formel-1-WM weiterhin auf Durchhalteparolen, obwohl nur noch acht Rennen ausstehen. Selbst Michael Schumacher gibt sich vor dem GP von Deutschland am Sonntag in Hockenheim wieder kämpferisch, obwohl er erstmals seit Jahren nicht als Favorit zu seinem Heimrennen kommt.
"Im Gegensatz zu vielen Beobachtern haben wir uns noch nicht abgeschrieben, selbst wenn wir zugeben müssen, dass sich die Situation für uns zuletzt eher verschlechtert als verbessert hat", sagte der Ferrari-Pilot, der 34 Punkte hinter Alonso auf Platz drei der WM liegt.
Schumacher nach Resignation wieder optimistisch
Zuletzt hatte der siebenmalige Weltmeister selbst davon gesprochen, dass die WM für ihn wohl gelaufen sei. Der zurückgekehrte Optimismus beruht auf einem neuen Ferrari-Aerodynamik-Paket für den dreimaligen Hockenheim-Sieger. "Wir müssen gar nicht verbergen, dass wir momentan ein bisschen auf der Suche nach der Performance sind. Was wir aber ebenfalls nicht verbergen müssen, sind Einsatzbereitschaft und Kampfgeist der Truppe", so Schumi.
Alonso und Renault profitieren zusätzlich davon, dass beim ersten Verfolger McLaren-Mercedes ausgerechnet Kimi Räikkönen immer wieder von Motorenproblemen und sonstigem Pech ereilt wird. Wie zuletzt in Silverstone, wo der Finne von Platz zwölf zwar noch auf Rang drei fuhr, sich aber ausgerechnet Teamkollege und Sieger Juan Pablo Montoya als größter "Punktedieb" etablierte.
Räikkönen muss in Hockenheim und Budapest punkten
"Nicht gemachte Punkte können selbstverständlich den Titel kosten", sagte Mercedes-Sportchef Norbert Haug, bezog sich dabei aber eher auf die Nullnummern von Räikkönen. Denn neben seinen Siegen in Barcelona, Monaco und Montreal hätte Kimi locker auch die GP's von San Marino, Europa, Frankreich und Großbritannien gewinnen können. So hat er nach elf von 19 Rennen nun bereits 26 Punkte Rückstand auf Alonso. Sollte er beim Doppelpack in Hockenheim und Budapest nicht entscheidend punkten, ist der WM-Zug wohl endgültig abgefahren.
Unklarheit über Deutschland-Start von Freisacher
Ob der Deutschland-GP tatsächlich ohne den Österreicher Patrick Friesacher im Minardi über die Bühne geht, war auch am Dienstag und damit vier Tage vor dem ersten Training noch inoffiziell. "Es gibt eine Menge Spekulationen in den Zeitungen und im Internet, ich habe von Teamchef Paul Stoddart aber diesbezüglich noch keine offizielle Erklärung", gab sich selbst Minardi-Pressesprecher Graham Jones gegenüber der APA ratlos. Das Kündigungsfax, das der um Sponsorgelder kämpfende Kärntner erhalten hatte, sei ,laut Jones Sache zwischen dem Team und dem Fahrer.
Auch Friesachers Pressesprecher Christoph Seyrl konnte am Dienstag keine Neuigkeiten verbreiten. "Solange Minardi nichts offiziell sagt, können wir nur Bisheriges kommentieren. Fakt ist, dass Patricks Umfeld sich intensiv darum bemüht, für heuer oder nächstes Jahr einen Platz in der Formel 1 zu sichern."
Auch Klien und Wurz mit unsicherer F1-Zukunft
Auch Christian Klien und Alexander Wurz sehen einer unsicheren F1-Zukunft entgegen. Klien soll spätestens in Monza von Vitantonio Liuzzi abgelöst werden und Red-Bull-Motorsportchef Helmut Marko hat schon vor Wochen klar gemacht, dass es in dieser Saison nur noch einen Fahrerwechsel geben wird. Während David Coulthard für 2006 bereits fix ist, hat sich Marko zudem über die Performance beider Jung-Piloten eher enttäuscht geäußert.
Wurz ist in Hockenheim wieder als Freitag-Tester bei Mclaren-Mercedes am Werk, sein Testfahrervertrag endet aber mit Saisonende.
(apa/red)
