Freitag, 22. Juli 2005

Gehaltsobergrenze fixiert: NHL-Lockout wurde nach einem Jahr endgültig beendet

  • 90 % der Spieler stimmen für neuen Kollektivvertrag
  • Absegnung durch die Liga nur noch Formsache

Der "Lockout" in der National Hockey League (NHL) ist endgültig Geschichte. Fast 90 Prozent der Spieler stimmten am Donnerstag in Toronto für einen neuen Rahmen-Kollektivvertrag, der laut Medienberichten für die kommenden sechs Jahre eine Gehaltsobergrenze von 39 Millionen Dollar für die 30 NHL-Klubs und eine Einkommens-Reduktion von 24 Prozent für jeden laufenden Spielervertrag vorsieht.

"Wir freuen uns nach der Einigung auf einen frischen Start", erklärte Bob Goodenow, Exekutiv-Direktor der Spielergewerkschaft NHLPA. Über 230 Spieler nahmen in Toronto an dem Votum teil, die übrigen NHL-Cracks durften via Internet ihre Stimme abgeben. Am Freitag ratifizierte auch die NHL-Führung in New York den neuen Kontrakt und legte dabei alle organisatorischen Rahmenbedingungen für die neue Saison fest.

Das vergangene Spieljahr war wegen des Streits zwischen der Liga und den Spielervertretern komplett ausgefallen, weil sich beide Parteien nicht auf einen neuen Rahmen-Kollektivvertrag einigten. Damit wurde erstmals in der Geschichte des nordamerikanischen Profi- Sports in einer Sportart eine komplette Saison wegen eines "Arbeitskampfs" abgesagt. (apa)

22.7.2005 09:18