Donnerstag, 21. Juli 2005

Neue Anschläge auf Verkehrsnetz in
London: "Alles nimmt gewohnten Gang"

  • Oberösterreicherin über den Alltag in London
  • "Es wird gar nicht richtig darüber geredet"

"Das Leben in London läuft ganz normal. Alles nimmt seinen gewohnten Gang". Anita Reitshammer, Oberösterreicherin und seit 20 Jahren in der englischen Hauptstadt sesshaft, konnte am Donnerstagabend - und nach den neuen Terror-Anschlägen - keinerlei Panik unter den Menschen erkennen. Auch nach den ersten Anschlägen von vor 14 Tagen sei nur einen Tag lang der Schock spürbar gewesen.

"Seither gehen alle wieder am Abend fort, zumindest 80 Prozent fahren wieder mit der U-Bahn oder mit dem Bus." Jeden Tag werde in London jemand überfallen oder ausgeraubt, "in dieser Stadt muss man damit leben, das ist man gewohnt". Die Oberösterreicherin arbeitet in der Immobilien-Branche und hat von dem neuen Terror aus den Nachrichten im Fernsehen erfahren.

Panik hat sie unter ihren Bekannten oder Kunden am Donnerstag nach den Anschlägen keine ausmachen können. "Es wird gar nicht richtig darüber geredet." Zudem sei es der letzte Schultag vor den Ferien, da herrsche in der "stressigen Stadt" noch mehr Betriebsamkeit als sonst. Und außerdem: "Was soll man denn tun? Es muss immer weiter gehen."

(apa/red)

21.7.2005 17:20