Montag, 18. Juli 2005

Nach London-Terror: Nun fordert die FPÖ die Schließung von vier radikalen Moscheen

  • Hofer: 'Erkennen demokratische Grundwerte nicht an'
  • 'In GB ist Laissez-faire-Multikulturismus gescheitert'

Eine Schließung von Moscheen, "welche die Zusammenarbeit mit der islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich verweigern und radikale Imame als Hassprediger aktiv unterstützten", forderte am Montag der stellvertretende FPÖ-Bundesparteiobmann und burgenländische Landesparteisekretär Norbert Hofer. Hofer nennt in einer Aussendung vier Moscheen, "drei in Wien und eine in Graz", die "die Anerkennung unserer demokratischen Grundwerte" verweigern und ein Bekenntnis zur Gewaltfreiheit ablehnen würden.

Der neue Verfassungsschutzbericht des Innenministeriums führe aus, dass auch in Österreich radikale Islamisten mittelfristig eine Gefahr darstellen, so Hofer: "Es hat keinen Sinn, aus einem falschen Toleranzverständnis heraus brutale Intoleranz gegenüber Andersgläubigen zu dulden." Auch in den Niederlanden, die für Offenheit und Toleranz bekannt seien, werde "konsequent gegen radikale Moslems vorgegangen".

Auch in Großbritannien sei der "Laissez-faire-Multikulturismus" gescheitert. In Österreich herrsche ein gutes Einverständnis mit der islamischen Glaubensgruppe, erklärte Hofer: "Wer jedoch die Zusammenarbeit mit der friedliebenden islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich verweigert und jugendliche, oft mit sozialen Schwierigkeiten behaftete Moslems zum Mord an Christen und Juden aufruft, der muss sich gefallen lassen, des Landes verwiesen zu werden."
(apa/red)

18.7.2005 10:25