Rekordtemparturen im Westen der USA: Hitzewelle fordert zahlreiche Todesopfer!
- Über 40 Grad in Phoenix: Obdachlose gefährdet
Eine Hitzewelle mit Rekordtemperaturen im Westen der USA kostet immer mehr Menschen das Leben. Allein in Phoenix (Arizona), wo seit Tagen Temperaturen von über 40 Grad herrschen, sind schon 21 Menschen gestorben. 14 von ihnen waren Obdachlose, berichteten US-Medien am Samstag. An der Grenze zwischen Mexiko und Arizona seien zudem 21 illegale Grenzgänger seit Anfang Juli durch die Hitze ums Leben gekommen, sagte ein Behördensprecher der "New York Times".
Auch in anderen Bundesstaaten leiden die Bewohner unter den ungewöhnlich hohen Temperaturen. Die Meteorologen verzeichnen immer neue Rekordwerte. In der Casino-Metropole Las Vegas (Nevada) erlebten Bewohner und Urlauber in der vergangenen Woche mit 47 Grad den heißesten Tag. In Denver (Colorado) wurden gut 40 Grad gemessen, was dort einen mehr als 125 Jahre alten Hitzerekord brach.
In New Mexico droht den Eltern von drei kleinen Kindern unterdessen eine Gefängnisstrafe wegen Misshandlung, nachdem die Kinder überhitzt und durstig im Garten des Elternhauses gefunden wurden. Nach Angaben des Senders KFOX-TV hatten die Erwachsenen mit ihren Hunden in dem gekühlten Haus Zuflucht gesucht, aber ihren Nachwuchs ausgesperrt.
In Phoenix, wo 10.000 bis 20.000 Menschen keine eigene Wohnung haben, schickte die Stadt Dutzende Mitarbeiter los, um auf den Straßen kostenlos Wasserflaschen zu verteilen. Die Temperaturen waren dort seit Tagen tagsüber nicht mehr unter 43 Grad Celsius gefallen. Es gibt nur 1.000 Plätze in Obdachlosenheimen, und viele sind nur im Winter geöffnet. In Kalifornien wurden die Bürger mit Blick auf drohende Energieengpässe aufgefordert, die Klimaanlagen nicht voll aufzudrehen und das Stromnetz vor Überlastungen zu schützen. (apa)
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