Genua weiterhin im Gesundheits-Chaos: Jetzt breitet sich Hepatitis-Epidemie aus
- Auslöser sind vermutlich vergiftete Meeresfrüchte
- Noch kein Zusammenhang mit Giftalgen festgestellt
·Badeverbot in Genua wurde aufgehoben
Algenseuche schädigte das Image der Region
·Gift-Algen sind zunehmendes Problem
Meeresbiologe sieht Öko- Schäden als Ursache
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Nach den giftigen Algen im Meer vor Genua gibt es in der ligurischen Metropole neue Gesundheitsprobleme: In den vergangenen zwei Tagen seien 21 Menschen mit Verdacht auf Hepatitis A ins Krankenhaus gebracht worden, berichtete die Zeitung "La Repubblica" am Samstag.
Fast ausnahmslos erklärten sie, zuvor Meeresfrüchte verzehrt zu haben. "Ich habe noch nie so viele Fälle gleichzeitig gesehen, normalerweise haben wir hier pro Jahr vier oder fünf Patienten mit Hepatitis A", erklärte ein zuständiger Arzt.
Erst vor wenigen Tagen hatten sich fast 200 Badegäste ärztlich versorgen lassen, nachdem sie im Meer geschwommen waren. Übelkeit und Fieber seien vermutlich von einer tropischen Alge ausgelöst worden: Sie hatte sich vermutlich rasant ausgebreitet, nachdem chemische Substanzen - etwa Reinigungsmittel - ins Meer geleitet wurden. Experten hatten bereits davor gewarnt, dass die Algen auch Speisefische und Muscheln befallen. Ob die Hepatitis-Fälle mit den giftigen Algen in Zusammenhang stehen, ist jedoch bisher unklar.
Die Hepatitis A ist eine relativ milde Form der Hepatitis- Erkrankungen. Die Entzündung der Leber wird hier generell nicht chronisch und führt zu keinen dauerhaften Schädigungen. Jedoch kann die Krankheit mehrere Wochen oder sogar Monate dauern. (apa)
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