Donnerstag, 21. Juli 2005

Nach Jahren der Gefangenschaft auf Kuba: USA lassen acht Guantanamo-Häftlinge frei

  • 510 Gefangene aus Afghanistan-Krieg noch in Haft

Die USA haben acht weitere Häftlinge aus ihrem Militärgefängnis Guantanamo entlassen. Zunächst war von sieben Entlassungen die Rede gewesen. Drei wurden nach Angaben aus dem US-Verteidigungsministerium nach Saudi-Arabien geschickt, zwei nach Afghanistan, und jeweils einer nach Jordanien, Spanien und in den Sudan. Der Spanier muss in seinem Heimatland mit weiteren Ermittlungen rechnen.

Damit wurden seit der Einrichtung des Gefängnisses an der Ostspitze von Kuba 242 Häftlinge freigelassen oder der Justiz im Ausland überstellt. Etwa 510 Gefangene werden weiter unter juristisch und menschenrechtlich fragwürdigen Bedingungen festgehalten. Die USA stufen sie nicht als Gefangene laut Genfer Konvention ein.

Bei den Guantanamo-Gefangenen handelt sich hauptsächlich um Afghanen und Pakistanis aus dem Afghanistan-Krieg vom Herbst 2001. Sie werden von den USA als "feindliche Kombattanten" betrachtet, denen nicht die Rechte von Kriegsgefangenen eingeräumt werden. Menschenrechtsgruppen haben die Zustände in Guantanamo wiederholt kritisiert.(apa/red)

21.7.2005 13:52