Italiens Parlament verlängert die Irak-Mission: Truppen bleiben mind. bis Dezember
- 19,2 Millionen Euro für Verlängerung zur Verfügung
- Berlusconi kündigt aber Teilabzug für September ab
·Irak: US-Soldaten sind schlecht gelaunt
Umfrage zu Stimmung innerhalb der Streitkräfte
·Elf Tote bei Anschlägen im Irak!
Weiter keine Spur von algerischem Diplomaten
·Saddam: Prozess nicht vor Oktober
"Probe-Verfahren" vor Bagdader Sondertribunal

Die italienische Abgeordnetenkammer hat am Donnerstag ein Dekret verabschiedet, mit dem die italienische Mission im Irak bis Ende Dezember verlängert wird. Für das Dekret stimmten 283 Parlamentarier, dagegen 207. Drei Abgeordneten enthielten sich der Stimme.
Das Dekret muss nun noch das Grüne Licht des Senats erhalten. 3.150 Soldaten sind seit Juni 2003 im Süd-Irak stationiert. Für die Verlängerung der Mission wurden bereits Finanzierungen im Umfang von 19,2 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.
Der italienische Ministerpräsident Berlusconi hatte vor zehn Tagen einen Teilabzug italienischer Truppen aus dem Irak angekündigt. Ab September sollen 300 der im Irak eingesetzten italienischen Soldaten zurückkehren. Dieser Abzug war bereits in den vergangenen Wochen mit der UNO vereinbart worden, versicherte Berlusconi.
"Die italienische Mission im Irak wird nach den Vereinbarungen mit der UNO fortgesetzt. Die Versprechen werden gehalten", sagte Berlusconi, ein enger Verbündeter von US-Präsident Bush. Laut Geheimdiensten drohen islamische Terrorgruppen Italien immer wieder mit Anschlägen, wenn Rom die Soldaten nicht bald heimholt.(apa)
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