Verheerende Waldbrände in Portugal: Mann auf Flucht von Flammen eingeschlossen - tot
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Rund 50 Feuer im Süden und Zentrum des Landes

In Portugal kämpfen noch immer rund 1.700 Feuerwehrleute gegen die verheerenden Waldbrände. Allein gegen ein Feuer nahe Seia, 250 Kilometer nördlich von Lissabon, waren am Donnerstag 300 Männer im Einsatz. Nach Angaben des Zivilschutzes waren insgesamt noch fünf Brände außer Kontrolle, das halbe Land wurde wegen einer Hitzwelle von über 40 Grad Celsius den zweiten Tag in Folge in Alarmbereitschaft versetzt. Ein Brand in der Region Leiria kostete einen Menschen das Leben.
Die Leiche des Mannes wurde am Mittwoch in der Nähe seines Hauses auf einem Waldweg gefunden, wie Behörden mitteilten. Offenbar wurde er auf der Flucht von den Flammen eingeschlossen. Die Bewohner mehrerer Dörfer wurden vorsorglich in Sicherheit gebracht.
Die Feuerwehrleute nahe Seia wurden von Soldaten unterstützt und schlugen Schneisen in den Wald, um eine weitere Ausbreitung der Flammen zu verhindern. Dichter Rauch hinderte die Einsatzkräfte jedoch daran, Verstärkung aus der Luft anzufordern. Heftige Windböen und die hügelige Gegend erschwerten die Löschbemühungen zusätzlich.
Ministerin trat nach Brand in Spanien zurück
Nach heftiger Kritik im Zusammenhang mit dem verheerenden Waldbrand in Mittelspanien hat die Umweltministerin der Region Kastilien-La Mancha ihren Rücktritt erklärt. Rosario Arevalo teilte am Donnerstag mit, sie übernehme die politische Verantwortung für die Katastrophe, bei der am Sonntag elf Forstarbeiter getötet worden waren. Vorwürfe, die Behörden hätten zu spät reagiert, wies sie aber zurück.
Die Opposition hatte der Ministerin vorgehalten, erst 30 Stunden nach dem Ausbruch des Feuers nahe Guadalajara Verstärkung angefordert zu haben. Der Brand konnte am Donnerstag nach fünf Tagen unter Kontrolle gebracht werden. Er vernichtete 13.000 Hektar Wald.
(apa/red)
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