Raketen und Granaten abgefeuert: Wieder Palästinenser-Angriffe auf Süden Israels
- Israel stellt tausende Polizisten zu Großdemo ab
Palästinensische Extremisten im Gaza- Streifen haben Montag früh erneut israelisches Staatsgebiet und jüdische Siedlungen beschossen. Laut Armee-Angaben schlug im Süden Israels eine Rakete ein, die jedoch keinen Schaden anrichtete. In der Nacht und in der Früh seien zudem 13 Mörsergranaten auf jüdische Siedlungen im Gaza-Streifen abgefeuert worden. Auch hier sei kein Schaden entstanden.
Am Sonntag hatte Palästinenserpräsident Abbas angekündigt, dem Abfeuern von Raketen im Gaza-Streifen "um jeden Preis" ein Ende zu bereiten. Israel hatte eine Bodenoffensive angekündigt, sollte der Beschuss nicht enden.
Die israelische Polizei schickte unterdessen mehr als zehntausend Polizisten und Soldaten in den Süden des Landes, wo am Nachmittag eine Großdemonstration jüdischer Siedler gegen den geplanten Abzug aus dem Gaza-Streifen stattfinden soll. Die Sicherheitskräfte hätten strikte Anweisung, die Demonstranten am Überschreiten der Grenze zum Gaza-Streifen zu hindern, hieß es in Polizeikreisen. Die Kundgebung solle auf mehrere Kilometer Distanz von der Grenze gehalten werden.
Die Demonstranten planen nach eigenen Angaben, von der südisraelischen Stadt Netivot über den Grenzübergang Kissufim zum Siedlungsblock Gush Katif im südlichen Gaza-Streifen zu ziehen. Die Polizei hat die Kundgebung untersagt.
(apa)
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