Unis in Wien und Innsbruck voll: Chance auf Medizin-Studium gibt's nur noch in Graz
- Derzeit schon 1.450 angemeldet, 700 davon Deutsche
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Ab nach Graz heißt es für Studienwerber in der Medizin. An den beiden anderen Medizinischen Universitäten in Innsbruck und Wien gibt es kaum eine realistische Chance mehr, einen Studienplatz zu bekommen: In Innsbruck waren am Mittwoch vier Mal mehr Bewerber registriert als Plätze zur Verfügung stehen. Zwar wurde die Bewerbungsfrist nicht abgebrochen, eine Anmeldung ist zum jetzigen Zeitpunkt allerdings praktisch "sinnlos". In Wien wiederum sind bereits alle Plätze fix vergeben - mittlerweile ist auch die Warteliste fast aussichtslos gefüllt.
Der Andrang in Zahlen spricht Bände: Für die 1.560 Studienplätze, die nach dem Zeitpunkt der Inskription in Wien vergeben wurden, hatten sich bis zum ansturmbedingten Abbruch der Vorerfassung rund 2.650 Interessenten angemeldet, etwa die Hälfte davon aus Deutschland. Die 1.560 Studienplätze verteilen sich nun folgendermaßen: 1.127 Österreicher, 267 Deutsche und 166 sonstige Ausländer. Chancen auf einen Studienplatz hat man nur mehr über eine Warteliste, die derzeit aber ebenfalls schon rund 80 Personen umfasst. Diese kommen zum Zug, wenn ein fix "Qualifizierter" verzichtet.
Innsbruck: 2.300 Interessenten für 550 Plätze
Noch extremer sind die Zahlen in Innsbruck, wo die Vorerfassung noch bis 24. Juli läuft. Mit Stand 20. Juli waren rund 2.300 Interessenten für 550 Plätze registriert, rund 60 Prozent davon aus Deutschland. Auch in Tirol gilt primär das Prinzip "Wer zuerst kommt, mahlt zuerst" mit dem Unterschied, dass es hier anders als in Wien auf das Datum des Poststempels der Bewerbung und nicht den Zeitpunkt der Inskription ankommt (die eigentliche Inskriptionsfrist beginnt erst Ende August, Anm.). Zusätzlich sollen noch Kriterien wie Motivation, schulische Leistungen oder bisheriges Engagement im medizinischen, sozialen oder naturwissenschaftlichen Bereich herangezogen werden.
Graz: Keine Beschränkungen
Damit heißt der letzte Hafen Graz. In den ersten 20 Tagen der Vorerfassung per Internet haben sich an der Medizinuniversität der steirischen Hauptstadt schon rund 1.450 Personen angemeldet - rund 700 davon aus Deutschland, rund 640 aus Österreich, rund 110 aus anderen Staaten. Viele, die in Innsbruck leer ausgehen, könnten zu einem späteren Zeitpunkt außerdem nach Graz umschwenken.
Vorteil in Graz: Im ersten Semester gibt es keine Beschränkungen, zunächst werden alle Interessenten zum Studium zugelassen. Problem: Nach einem Semester wird mittels Eignungstest, Kenntnistest und Prüfungsleistungen im ersten Halbjahr auf 300 Plätze reduziert, auch Schulnoten könnten für die Auswahl herangezogen werden. 200 dieser Plätze sind aber sind schon mit Studierenden besetzt, die im Vorjahr nicht zum Zug kamen und damit automatisch "gesetzt" sind. (apa/red)
