Attacke gegen die Opposition: Josef Pröll lässt kein gutes Haar an SPÖ und Grünen
- Landwirtschaftsminister: "Partei muss Linie halten"
- Pröll hat weiterhin kein Interesse an Kanzleramt
·Wie regierungsfit sind die Grünen?
Für FORMAT prüften ÖVP & SPÖ acht Funktionäre
·Für Grüne ist auch Mitterer "unerträglich"
Kritik von Petrovic an "voller Ehrfurcht"-Sager
·"Wahlkampfknigge": Zeugen decken auf
NEWS: Studenten über ihre "Einschleichaktion"
·Grüne sehen sich als einzige Opposition
'SP hat sich als Schüssel-
Haider-Partner gezeigt'
·Asyl: Gusenbauer droht mit Boykott
Für SPÖ-Chef ist ÖVP
'rückgratlos' & 'schmutzig'
·Gusenbauer fordert Uniplätze für alle
"VP hat keine Ideen mehr für Zukunfts-Gestaltung"
ÖVP-Landwirtschaftsminister Josef Pröll lässt in einem APA-Interview kein gutes Haar an der Opposition. Er sehe keinen Grund, seine kritische Haltung gegenüber der SPÖ zu ändern. Bei den Grünen ortet er Orientierungslosigkeit. Neuerlich betonte Pröll, keine Ambitionen auf das Kanzleramt zu haben.
Verärgert äußerte sich der ÖVP-Minister vor allem über die Aussagen von SPÖ-Chef Gusenbauer, der die ÖVP im Zusammenhang mit den umstrittenen Wahlkampfmethoden der steirischen Volkspartei auf dem Weg zur "schmutzigsten Partei" in Österreich sieht. Pröll: "Durch das sehr bemerkenswerte Interview des Parteivorsitzenden der SPÖ sehe ich keinen Anlass, meine kritische Positionierung zur SPÖ zu ändern." Gusenbauer richtet Pröll aus: "Wer völlig frei von Schuld ist, soll den ersten Stein werfen."
"Eine Partei muss Linie halten können"
"Ich denke", so Pröll weiter, "eine Partei muss Linie halten können, muss wegkommen von einem Stil, der heißt, die anderen schlecht machen, um dadurch selbst zu punkten. Eine Partei muss Vorgaben leisten, an denen das Land und die Menschen sich orientieren. Und das sehe ich bei der SPÖ nicht."
Kritik übte Pröll auch an der stellvertretenden Bundessprecherin der Grünen, Glawischnig, die von einem "Chaos in der Regierung" gesprochen hatte. Pröll: "Man kann nicht die eigenen Probleme auf die Regierung projizieren. Im Gegensatz zu den Grünen weiß die ÖVP, was sie will und handelt auch. Regieren zu wollen und über die jetzige Regierung zu schimpfen, ist zu wenig."
Pröll: Kein Interesse an Kanzleramt
"Überhaupt keine Option" sei für ihn, Pröll, das Kanzleramt: "Ich will meinen Job als Landwirtschafts- und Umweltminister erledigen und dort die Lebensgrundlagen für Österreich zukunftsfähig gestalten. Das ist meine einzige Herausforderung."
In der Diskussion um die umstrittene, vom Land Niederösterreich beschlossene Handymasten-Steuer will sich Pröll noch nicht festlegen. Er warte die Gespräche zwischen dem Land, Verkehrsminister Gorbach und den Handy-Betreibern ab. (apa)
Atomkatastrophe Fukushima09:16
In Fukushima versagtKrisenmanagement: Ex-Premier Kan räumt Fehler ein. Verstrahlte Fische vor US-Küste.
Streit zwischen Autofahrern10:17
Axt-Attacke in Wien33-jähriger Mann rastet völlig aus - Polizei nimmt aufgebrachten Lenker fest
