Nach Rabatten für Ärzte: Jetzt will auch der Hauptverband niedrigere Arnei-Preise
- Mit Pharma-Firmen wird schon verhandelt
- Klagen kann sich Laminger aber nicht vorstellen
Der Hauptverband der Sozialversicherungsträger will als Konsequenz der Debatte über Rabatte bei Medikamenten mit den Pharmafirmen nun über niedrigere Preise verhandeln. Wenn die Pharmafirmen in der Lage seien, den Ärzten derartige Rabatte zu gewähren, dann müssten auch andere Preise für die Sozialversicherung drinnen sein, sagte der Vorstandsvorsitzende des Hauptverbands, Erich Laminger, am Donnerstag im Gespräch mit der APA. Klagen kann sich Lamminger nicht vorstellen.
Eine konkrete Zahl für die angestrebte Preisreduktion wollte Laminger nicht nennen. Er betonte aber, dass es sich um einen "nennenswerten Wert" handeln müsse. Die Gespräche seien bereits im Gange. Der Hauptverband wolle so schnell wie möglich, jedenfalls aber "im frühen Herbst" jene Preise bekommen, "die richtig wären".
Laminger betonte, dass Naturalrabatte in der Wirtschaft üblich seien. Er habe aber vor einiger Zeit Kenntnis erlangt, dass sie bei den Pharmafirmen Größenordnungen erreicht hätten, die das übliche Maß überstiegen hätten.
Dass der Hauptverband nun Rückforderungen stellen oder rechtliche Schritte einleiten könnte, kann sich Laminger nicht vorstellen. Dafür gebe es keine Berechtigung, die Preise seien gelistet, "insofern ist alles korrekt abgelaufen".(apa/red)
