Donnerstag, 21. Juli 2005

Schießerei in St. Pölten: Polizei liefert sich mit mutmaßlichen Autodieben Feuergefecht

  • Niemand verletzt - Verdächtigen gelang die Flucht
  • Einsatzkommando Cobra hat Fahndung aufgenommen

Zu einer Schießerei zwischen mutmaßlichen Autodieben und der Polizei ist es Donnerstag Früh in St. Pölten gekommen. Laut Stadtpolizeikommandant Oberst Franz Bäuchler dürfte niemand verletzt worden sein - den drei Verdächtigen gelang die Flucht. Zur Unterstützung wurde das Einsatzkommando Cobra angefordert, die Fahndung verlief negativ.

Dem Vorfall vorangegangen war eine Anzeige bei der Polizei im Bezirk Melk um 3.50 Uhr: Eine Frau war durch laute Geräusche geweckt worden. Als sie Nachschau hielt, beobachtete sie, wie Unbekannte Kennzeichen von einem Wagen gewaltsam entfernten, an einem anderen Pkw anbrachten und anschließend auf der B1 wegfuhren.

Von den Kollegen verständigt, fuhr eine St. Pöltner Streife den Verdächtigen entgegen. Diese ließen sich jedoch nicht stoppen, vielmehr steuerte der unbekannte Lenker direkt auf die Beamten zu. Anschließend verließ der Wagen die B1. Die Streife nahm die Verfolgung auf.

In St. Pölten gerieten die offenbar Ortsunkundigen auf das Gelände eines Versorgungsbetriebes. In die Enge getrieben sprangen die Männer aus dem Fahrzeug und wollten zum Fluss hinunter flüchten, worauf ein Beamter einen Warnschuss abgab. Als einer der Flüchtenden sofort zurück schoss, kam es zu einem Schusswechsel.

Das Landeskriminalamt (LKA) NÖ übernahm die Ermittlungen und sicherte die Spuren. Bisherige Erhebungen ergaben, dass das Fahrzeug der Verdächtigen Ende Juni in Wieselburg gestohlen worden war. Offenbar wollten die Täter nun die gestohlenen Kennzeichen neuerlich wechseln.(apa/red)

21.7.2005 09:30