Zwei Monate vor der Wahl im Burgenland: SPÖ mit 52% in Umfrage klar voran, VP 37%
- FPÖ schafft 6%, Grüne 4%, BZÖ derzeit chancenlos
Nach einer von den Bezirksblättern am Mittwoch veröffentlichten Umfrage kann sich die SPÖ im Burgenland drei Monate vor der Landtagswahl noch immer Hoffnungen auf das Erreichen der Absoluten Mehrheit machen: Laut der von der Grazer Gesellschaft für Marketing und Kommunikation (GMK) durchgeführten Telefonbefragung hält die SPÖ in der Sonntagsfrage derzeit bei 52 Prozent (Umfrage März: 55), die ÖVP holt von 35 auf 37 Prozent leicht auf.
Überraschend liegt in der Umfrage die FPÖ mit 6 Prozent (März: 5) vor den Grünen, die auf 4 Prozent kommen (März: 5 Prozent). Es sei nicht auszuschließen, dass die Freiheitlichen wieder den Einzug in den Landtag schaffen, so der Meinungsforscher Anton Leinschitz.
BZÖ kommt auf ein mickriges Prozent
Das BZÖ würde laut Befragung bei einem Antreten zur Landtagswahl derzeit nur 1 Prozent der Stimmen erreichen. Nur vier Prozent der befragten Wähler halten die orange Partei für "sehr" oder "ziemlich" wählbar. Eine Landeshauptmann-Direktwahl würde LH Hans Niessl (S) trotz Einbußen mit 48 Prozent (zuletzt März: 55 Prozent) weiterhin deutlich für sich entscheiden. LHStv. Franz Steindl (V) legte leicht zu und erreicht aktuell 24 Prozent (März: 20).
Bei der Frage, welcher Politiker in Zukunft im Burgenland eine wichtige Rolle spielen soll, konnte Agrarlandesrat Niki Berlakovich (V) mit 10 Prozentpunkten am meisten zulegen. Mit 42 Prozent liegt er nur mehr knapp hinter dem Popularitätswert seines Vorgängers Paul Rittsteuer (46 Prozent).
Landeshauptmann Niessl am beliebtesten
Die übrigen Regierungsmitglieder schneiden unterschiedlich ab: Angeführt wird die Reihung erneut von LH Niessl mit 76 Prozent (-5), LHStv. Steindl erreicht 64 Prozent (+3). Dahinter folgen LR Helmut Bieler (S) mit 51 Prozent (-5), LR Peter Rezar (51 Prozent, gleichbleibend), LR Verena Dunst (47 Prozent, gleichbleibend).
Die Regierungsriege unterbricht auf dem 6. Platz die grüne Klubobfrau Grete Krojer mit 43 Prozent (-4). Dahinter folgen LR Michaela Resetar (V), die mit 42 Prozent (+3) den gleichen Popularitätswert erreicht wie ihr Regierungskollege Berlakovich.
Bei der Landtagswahl am 3. Dezember 2000 erreichte die SPÖ 46,6 Prozent der Stimmen, die ÖVP kam auf 35,3. Die Freiheitlichen lagen bei 12,6 Prozent, die Grünen zogen mit 5,5 Prozent erstmals in den Landtag ein.
(apa)
