Nach EuGH-Urteil & Chaos an unseren Unis: Alfred Gusenbauer fordert Uniplätze für alle
- Fordert 'Notfallplan': "VP hat keine Ideen für Zukunft"
- ÖH: "Studenten müssen mit Schlimmstem rechnen"
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für Beschränkungen
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Fast in allen Ländern Beschränkungen
SPÖ-Vorsitzender Gusenbauer fordert, dass noch im Herbst jeder österreichische Maturant das studieren kann, was er studieren möchte. "Kein österreichischer Student darf einen Nachteil auf Grund des EuGH-Urteils haben," sagt Gusenbauer.
Gusenbauer in der Mittwoch- Ausgabe der "Salzburger Nachrichten". weiter: "Wenn festgestellt wurde, wie viele Plätze uns für die österreichischen Studenten fehlen, dann hat das Wissenschaftsministerium Tag und Nacht zu arbeiten, um bis zum Herbst die erforderlichen Studienplätze zur Verfügung zu stellen."
Zum Einwand, dass man nicht über Nacht tausende Studienplätze aus dem Boden gestampft werden könnten, sagt Gusenbauer: "Da muss es einen Notfallplan geben, es muss klar sein: Bis zu welchem Zeitpunkt kann das bewerkstelligt werden? Wenn nicht bis Oktober, dann eben bis Dezember. Es muss auf jeden Fall etwas unternommen werden."
An der ÖVP übt Gusenbauer in dem Interview neuerlich heftige Kritik. "Die ÖVP hat keine Ideen mehr für die Gestaltung der Zukunft", meint der SPÖ-Vorsitzende. "Derzeit ist die ÖVP eine blanke Verwalterin der Macht ohne Anspruch, die Probleme unseres Landes zu lösen."
"Studenten müssen mit dem Schlimmsten rechnen"
"Die Studenten und die Maturanten müssen mit dem allerschlimmsten rechnen." Diese düstere Einschätzung gab am Dienstag in der "ZiB2" die stellvertretende ÖH-Chefin Barbara Blaha (Verband Sozialistischer StudentInnen/VSStÖ). Der Schritt, den Zugang zu allen Studienrichtungen zu beschränken, sei "nicht mehr sehr weit."
Die unmittelbaren Auswirkungen des EuGH-Urteils sieht Blaha vorerst nicht so dramatisch. Gekommen seien vorerst nicht wie befürchtet 80.000 deutsche Studenten, sondern nur 3.000 bis 4.000. Das seien nicht einmal ein Prozent. Ein funktionierendes System müsste das eigentlich verkraften können. Die von Bildungsministerin Elisabeth Gehrer (V) zugesagten 70 Millionen Euro bezeichnete die stellvertretende ÖH-Chefin als "Tropen auf den heißen Stein".
Bildungsministerium wirft Gusenbauer Populismus vor
"Puren Populismus" wirft das Bildungsministerium SPÖ-Chef Alfred Gusenbauer wegen seiner Forderung vor. "Offenbar hat Gusenbauer das EuGH-Urteil nicht verstanden. Sonst wüsste er, dass eine Bevorzugung der österreichischen Studierenden nicht möglich ist", hieß es in einer Aussendung.
(apa/red)
