Gaugg wieder alkoholisiert am Steuer: Ex- FP-Sozialsprecher in Klagenfurt angehalten
- Gaugg selbst bestätigte den Vorfall: "Ja, es ist so."
Der ehemalige Sozialsprecher der FPÖ im Nationalrat, Reinhart Gaugg, ist am Sonntag neuerlich betrunken am Steuer seines Autos erwischt worden. Gaugg war bereits Anfang August 2002 einmal in Klagenfurt in eine Alkoholkontrolle getappt, er musste daraufhin sein Nationalratsmandat ebenso zurücklegen wie seinen Job als stellvertretender Generaldirektor der Pensionsversicherungsanstalt.
Nach Angaben der Polizei war am Sonntag ein Autofahrer in offensichtlich alkoholisiertem Zustand im Klagenfurter Stadtteil Viktring angehalten worden. Er verweigerte den Alkotest, was rechtlich einer angenommenen Alkoholisierung von 1,5 Promille entspricht. Polizeijuristin Habich erklärte auf Anfrage der APA: "Die Beamten haben anschließend die Herausgabe der Autoschlüssel verlangt, um ihn am Weiterfahren zu hindern, dies hat er ebenfalls verweigert." Das Auto stand mitten auf einer Kreuzung und musste daher abgeschleppt werden.
Habich nannte keinen Namen, Gaugg bestätigte den Vorfall aber am Montag der APA: "Ja, es ist so." Der Ex-Politiker, der Anfang Juni Ambitionen geäußert hatte, in der kommenden Legislaturperiode wieder für den Klagenfurter Gemeinderat zu kandidieren, zeigte sich sehr unglücklich über die ganze Angelegenheit. Er sei seit drei Jahren arbeitslos, klagte er und fügte hinzu: "Ich bin ohnehin schon eine lebende Leiche."
Erst Anfang Juni kündigte der Kärntner an, mit einer Namensliste in Klagenfurt anzutreten. Er rechne sich gute Chancen aus und werde auch "um den Bürgermeisterjob mitpokern". Gaugg hat bei der FPÖ außerdem die Zahlung von 210.000 Euro eingeklagt, bei der Verhandlung am 2. Juni in Wien erhöhte er seine Forderungen auf 242.500 Euro plus Zinsen.
Seiner Darstellung nach wurde ihm im Gegenzug für seinen Rücktritt von der damaligen FPÖ-Spitze in einer "geheimen Unterhaltsvereinbarung" zugesichert, man werde sich in finanzieller Hinsicht um ihn kümmern. Bis Anfang 2004 wurden Gaugg tatsächlich 115.000 Euro ausbezahlt. Die Partei sprach von Akontozahlungen für Honorarforderungen. (apa)
