Montag, 18. Juli 2005

Nötigungs-Anzeige gegen St. Pöltner Ex-Subregens Rothe zurückgelegt

  • Staatsanwaltschaft fand "keinen Grund zur weiteren strafgerichtlichen Verfolgung"

Die Staatsanwaltschaft St. Pölten hat eine Anzeige wegen Nötigung gegen den ehemaligen Subregens des Priesterseminars St. Pölten, Wolfgang Rothe, zurückgelegt. Das hat die Wiener Rechtsanwältin Maria Windhager am Montagnachmittag der APA mitgeteilt.

In dem Schreiben hieß es: "Die Staatsanwaltschaft St. Pölten hat die gegen Dr. Wolfgang F. Rothe wegen des Verdachts der Nötigung erstattete Strafanzeige geprüft und keinen Grund zur weiteren strafgerichtlichen Verfolgung gefunden, weshalb die erstattete Anzeige gemäß Par. 90 Abs 1 StPO zurückgelegt wurde."

Rothe war ebenso wie der frühere Diözesanbischof Kurt Krenn und der ehemalige Regens des Priesterseminars, Ulrich Küchl, von einem Alumnen angezeigt worden. Der Mann hatte behauptet, er sei im Zusammenhang mit den bekannt gewordenen Vorwürfen homosexueller Handlungen im Priesterseminar von diesen Personen unter Druck gesetzt und genötigt worden, eidesstattliche Erklärungen zu Gunsten von Küchl und Rothe zu unterfertigen. Das Verfahren gegen Krenn wurde im Oktober vergangenen Jahres, jenes gegen Küchl am 20. Mai und das gegen Rothe laut dem Schreiben vom Montag am 23. Mai zurückgelegt. (apa)

18.7.2005 19:04