Österreich bleibt bei Rechtschreibreform: Ab August sind die alten Formen ein Fehler
- Ende der Übergangsfrist: "Kuß" statt "Kuss" ist falsch
- Ausnahmen: Getrennt- und Zusammenschreibun, ...
·Rechtschreibreform
tritt 2005 voll in Kraft
Übergangsfrist zu Ende, Änderungen noch möglich
·Neuer Streit um Rechtschreibung
Österreichische Medien bleiben bei Reform
·Stichwort: Neue Rechtschreibung
Reform seit 1. August 1998 verbindlich
Trotz der von den deutschen Bundesländern Bayern und Nordrhein-Westfalen angekündigten Blockade bleibt Österreich beim zuletzt vereinbarten Zeitplan für das vollständige In-Kraft-Treten der Rechtschreibreform. Am 1. August läuft die sieben Jahre lange Übergangsfrist ab, hieß es auf APA-Anfrage aus dem Bildungsministerium.
Ab Anfang August - de facto also ab Schulbeginn - sind an den Schulen Schreibweisen, die nicht der Neuregelung entsprechen, als Fehler zu werten. Während der Übergangsfrist waren die alten Schreibweisen zwar als Fehler zu markieren, aber nicht als solcher zu werten. Nun gilt: Wer etwa "Kuß" statt "Kuss" schreibt, hat einen Rechtschreibfehler gemacht. In Zweifelsfällen gilt das Österreichische Wörterbuch in seiner aktuellen Auflage.
Ausgenommen sind wie bereits angekündigt jene Bereiche, für die der Rat für deutsche Rechtschreibung noch Änderungen angekündigt hat, also Getrennt- und Zusammenschreibung, Worttrennung und Interpunktion. Hier soll "Toleranz geübt werden" und sowohl alte als auch neue Schreibweise zulässig sein.
Bayern und Nordrhein-Westfalen hatten am Wochenende angekündigt, das für den 1. August vorgesehene Auslaufen der Übergangsfrist zu verschieben.
(apa/red)
