Mittwoch, 13. Juli 2005

Über 1,5 Millionen nagelneue Autos: Pkw-Neuzulassungen in Europa auf Rekordhoch!

  • Bester Zulassungs-Juni seit Beginn der Statistik
  • Rückstand gegenüber letztem Jahr verringert sich

Noch nie wurden europaweit so viele Autos neu zugelassen wie im vergangenen Monat. In ganz Europa - den 23 EU-Ländern und den drei Efta-Staaten Norwegen, Island und Schweiz - seien die Neuzulassungen im abgelaufenen Monat binnen Jahresfrist um 4,5 Prozent auf rund 1,546 Millionen gestiegen, teilte die Europäische Vereinigung der Automobilhersteller ACEA mit. Damit konnte auch der Rückstand auf die Zulassungszahlen des Vorjahres deutlich verringert werden.

Im Mai war der Absatz noch um 1,7 Prozent zurückgegangen. Nach einem schwachen Jahresauftakt liegen die Verkaufszahlen in den ersten sechs Monaten mit 8,201 Millionen noch um 1,1 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

In den 15 westeuropäischen EU-Staaten und den Efta-Ländern legten die Neuzulassungen im Juni der ACEA-Statistik zufolge um 4,5 Prozent auf 1,474 Millionen Autos zu. Ein Sprecher der ACEA sagte, dies sei der beste Juni seit Beginn der statistischen Aufzeichnungen 1990 gewesen. Von Januar bis Juni lag der Absatz noch um 0,3 Prozent unter Vorjahr.

Größtes Plus in Italien
Unter den großen Ländern verbuchte Italien mit 18 Prozent das stärkste Plus bei den Neuzulassungen. Das Land hatte im Mai allerdings einen starken Rückgang von 27,9 Prozent erfahren, nachdem die Automobil-Transporteure gestreikt hatten und die Auslieferung neuer Wagen unterbrochen war. In Deutschland stieg die Zahl der Neuzulassungen um 8,2 Prozent.

Die deutschen Autobauer Volkswagen und BMW festigten im Juni ihren Absatz in Europa wie im Vormonat deutlich. VW erhöhte die Neuzulassungen in Gesamt-Europa um 8,1 Prozent. Europas größter Autobauer baute seinen Marktanteil auf 19,0 (Vorjahreszeitraum: 18,4) Prozent aus. Von der Marke Audi verkauften die Wolfsburger allein 18,2 Prozent mehr. BMW erhöhte die Neuregistrierungen sogar um 21,8 Prozent und schraubte den Marktanteil damit auf 5,2 von 4,4 Prozent. BMW hatte in den zurückliegenden Monaten seine Modellpalette erneuert und die kompakte 1er-Reihe sowie das neue Mittelklassemodell, den 3er, auf den Markt gebracht. Die DaimlerChrysler-Marke Mercedes baute den Absatz um 3,2 Prozent aus. (apa/red)

13.7.2005 09:13