Japanische Erfindung: Gang zum Klo ersetzt künftig regelmäßigen Laborbesuch
- Intelligente Toilette misst Blutdruck, Urin & Fettgehalt
- Labor-WC ist um 4.300 Euro teurer als normales Klo
·Am 19.11. wurde die Toilette gefeiert
Das sind die nobelsten Klos der ganzen Welt
·Austro-Putz: Acht Stunden pro Woche!
Wiener sind Putzmuffel, in OÖ ist's sauberer
·"Scooba" schrubbt die dreckigen Böden
Kleiner Roboter erleichtert Hausarbeit
Wer Toiletten mit automatisch wechselnden Plastikbezügen auf der Klobrille für modern hält, sollte einmal nach Japan fahren. Dort ist jetzt ein WC auf den Markt gekommen, das den Gang zur Toilette mit einem Basis-Gesundheitscheck verbindet. Ganz bequem beim Pinkeln misst die "Intelligente Toilette" den Blutdruck, prüft den Urin auf den Zuckergehalt oder untersucht den Fettgehalt im Körper. Dank Computertechnik können sich die Nutzer über einen langen Zeitraum beobachten lassen und so den Ganz zum Arzt sparen.
Die Idee dazu kam dem Chef des japanischen Bauunternehmens Daiwa House Industry, als er krank war. "Als unser Chef im Krankenhaus lag, sah er viele Patienten, die sich testen ließen und dann mit viel Medizin nach Hause gingen", sagt Firmensprecher Miki Chino. "Deshalb wollte er ein Haus bauen, in dem man selbst Gesundheitstests machen kann." Die japanische Firma Toto, die weltweit führend im WC-Sektor ist, steuerte dazu das nötige Know-how bei. Toiletten mit verstellbarer Sitztemperatur oder mit automatischen Duftversprühern hat die High-Tech-Firma längst im Angebot.
4.300 Euro teurer als normales WC
Laut Firmensprecher Chino gingen bereits etwa 100 Bestellungen für die "Intelligente Toilette" ein - obwohl sie bis zu 4.300 Euro teurer ist ein gewöhnliches Sitzklo. Doch schließlich handelt es sich bei der neuen Erfindung um eine Mischung modernster Technologien aus den Bereichen Mechanik, Chemie, Elektronik und Informatik. So fährt für den Urintest automatisch ein kleiner Becher aus dem Innern der Kloschüssel aus. Nachdem er fünf Kubikzentimeter Urin aufgenommen hat, schickt der Becher die Flüssigkeit zur Zucker-Analyse durch ein Metallröhrchen; der Becher wird unterdessen automatisch gereinigt. Während der Benutzer eine Minute lang auf das Testergebnis wartet, kann er seinen Blutdruck messen. Das Gerät befindet sich in greifbarer Nähe direkt neben dem Toilettenpapierhalter. Auch eine in den Fußboden eingelassene Waage ist in dem Modell enthalten, mit der beim Händewaschen auch gleich das Körpergewicht kontrolliert werden kann. Wer dann noch den Fettgehalt in seinem Körper messen will, muss zwei über dem Waschbecken befestigte Stäbe in die Hand nehmen.
Persönliche Computerdatei
Die Ergebnisse werden in dem eingebauten Computer in einer persönlichen Datei festgehalten - vier Nutzer können sich vor dem Klobesuch als A, B, C oder D einloggen und fortlaufend beobachten lassen. Auch ein Knopf mit der Aufschrift "Gast" ist bereit.
(apa/red)
