Frauenpower in der Wirtschaft: Firmen mit weiblichen Chefs machen mehr Gewinn
- Kapitalerträge liegen durchschnittlich bei 18,5 Prozent
- Statistische Unschärfen durch geringen Frauenanteil
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Unternehmen mit Frauen an der Spitze erwirtschaften einer finnischen Studie zufolge durchschnittlich mehr Gewinne als männlich geführte Firmen. Die Kapitalerträge in Unternehmen mit einer Chefin an der Spitze lägen durchschnittlich bei 18,5 Prozent, während männliche Führungskräfte nur auf durchschnittlich 14,2 Prozent kämen, heißt es in der am Montag veröffentlichten Studie der Beratungsfirma Suomen Asiakastieto, welche die 500 größten finnischen Firmen unter die Lupe nahm.
In den sieben Unternehmen mit den höchsten Kapitalerträgen waren sowohl der Vorsitz der Geschäftsführung als auch der Vorstandsvorsitz mit Frauen besetzt. Bei den Verkäufen landete die beste dieser sieben Firmen in der Gesamtwertung der 500 Unternehmen allerdings nur auf Platz 109.
Verfasser Olli Fabricius räumte ein statistisches Problem in seiner Untersuchung ein: "Die Zahl der Firmen, in denen beide Schlüsselpositionen von Frauen besetzt sind, ist nicht so groß", sagte er. Nur 28 der 500 untersuchten Firmen werden von Frauen geführt; lediglich in 19 Unternehmen gab es zugleich weibliche Geschäftsführerinnen und Vorstandsvorsitzende.
Problematisch war bei der Untersuchung nach Angaben der Autoren auch, dass Frauen oftmals kleinere Firmen leiten und dass sie im sensiblen Exportbereich, der den Schwankungen des Weltmarktes und der Wechselkurse unterliegt, unterrepräsentiert sind. Dennoch vermittle die Studie eine gute Vorstellung über die Situation, sagte Fabricius. Sie zeige jedenfalls, dass die Geschäftszahlen in Firmen mit weiblichen Führungskräften gut seien.(apa/red)
