Kinder im Vollrausch

Experten schlagen Alarm: Die Zahl der alkoholkranken Kinder in Österreich steigt dramatisch an. Der Einstieg in die gefährliche Sucht erfolgt oft schon mit elf Jahren
Sarah ist 14, wohnt in Wien, stammt aus geordneten Familien-
verhältnissen. Sie besucht das Gymnasium, träumt davon, Journalistin zu werden. Und vor dem Einstieg ins Berufsleben will sie unbedingt studieren. Wie alle ihre Freunde.
Trinken bis zum Umfallen. Überhaupt: Sarahs Clique wirkt nett: Freundliche Burschen und Mädchen, höflich und scheinbar auch zielstrebig. Aber die Jugendlichen haben, wie sie sagen, ein kleines Geheimnis. Wenn sie auf Partys oder in Lokale gehen, trinken sie Alkohol. Viel Alkohol.
Weil er mir schmeckt, erklärt Sarah. Und: Weil es die anderen auch tun. Den ersten Rausch hatte das Mädchen mit 13: Da hab ich innerhalb von zwei Stunden fünf Krügeln Bier getrunken, erzählt sie. Im Ferienlager. Wirklich gut ist es mir danach nicht gegangen, speiben hab ich trotzdem nicht müssen, ist die Kleine stolz auf sich.
Probleme, Alkohol zu beschaffen, gebe es angeblich nicht. Noch nie ist der 14-Jährigen in einer Bar oder Disco ein Drink verweigert worden, noch nie wollte jemand ihren Ausweis sehen. Selbst, wenn ich hochprozentige Mischgetränke bestellte.
Oft feiert die Schülerin mit ihren Freunden auch in sturmfreien Wohnungen oder Parks. Sarah: Im Supermarkt kaufen wir dann Alkohol in rauen Mengen. Und bei Schwierigkeiten an der Kasse erklären wir eben, die vielen Flaschen seien für unsere Eltern bestimmt. Damit kommen wir eigentlich immer durch
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