Donnerstag, 14. Juli 2005

NEWS: Die große Schaum-Schlacht um den Bier-Markt in Österreich hat begonnen

  • Spar-Boss eröffnet mit Eigenmarkenbier den Kampf
  • Brau Union noch gelassen. Ottakringer wartet ab

Jetzt bremst kein Schaum mehr den Kampf um die österreichischen Bierliebhaber. Denn rechtzeitig zur hochsommerlichen Durstsaison startet das Supermarktimperium Spar mit seinem Eigenmarkenbier Pittinger: Mit einem Diskontpreis von 39 Cent für die Halbliterdose wird der Konkurrenz kräftig eingeschenkt.

Spar-Boss Gerhard Drexel im NEWS-Gespräch: "Unser Ziel ist es, vom österreichischen Monopolisten, der Heineken-Tochter Brau Union, unabhängig zu werden." Und: "Bei Pittinger sind Qualität und Preis unschlagbar", ist Drexel überzeugt.

Der Spar-Boss setzt voll auf die österreichische Linie. Abgefüllt wird Pittinger nämlich von der Privatbrauerei Egger in Niederösterreich.

Die Ziele sind jedenfalls ehrgeizig. Denn das Spar-Bier wird nicht nur in Österreich gepusht, sondern kommt zeitgleich in Slowenien, Tschechien, Ungarn, Kroatien - und später in Italien - auf den Markt. Drexel: "Wir werden gewaltige Tonnagen umsetzen."

Brauunion ist gelassen
Johann Sulzberger, Chef der ins Visier genommenen Brau Union (Gösser, Zipfer, Puntigamer und Co), zeigt sich demonstrativ gelassen: "Auch Hofer hat eine Eigenmarke, der Erfolg hält sich in Grenzen. Bei Bier lässt sich der Konsument nicht so leicht umdrehen."

Ottakringer beobachtet scharf
Bei Ottakringer beobachtet man die Preisoffensive des Spar-Konzerns mit Argusaugen. Immerhin ist der Konzern mit der Marke Gambrinus ebenfalls im Billigsegment vertreten.

Ottakringer-Chef Siegfried Menz gibt sich aber noch schaumgebremst: "Wir reagieren kurzfristig gar nicht. Manche Konsumenten, denen Qualität nicht ganz so wichtig ist, lassen sich vielleicht schon vom Preis locken. Echte Bierkenner trinken so ein dünnes Bier aber ohnehin nicht."

Die ganze Story lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von NEWS!

14.7.2005 13:02