Mittwoch, 13. Juli 2005

Sparbilanz 2004: Jeder Österreicher legte monatlich rund 180 Euro auf die hohe Kante

  • "Notgroschen" weiterhin das Sparmotiv Nummer Eins

Ein Achtel des Nettoeinkommens wird in Österreich gespart oder höherverzinst veranlagt. Vom Baby bis zur Großmutter sind es statistisch betrachtet 180 Euro monatlich oder 2.151 Euro im Jahr. Damit wurden 2004 im Schnitt 12,2 Prozent des verfügbaren Nettoeinkommens pro Kopf auf die hohe Kante gelegt.

Bis 2008 dürfte die jährliche Veranlagungssumme weiter nach oben gehen, im Verhältnis zum Einkommen dürfte sich die Kurve allerdings wieder abflachen. Zum Vergleich: 2001 lag diese "Veranlagungsquote" bei 8,7 Prozent, und in dem Jahr wurden damals 1.433 Euro veranlagt.

Sparmotiv Nummer eins war auch 2004 der "Notgroschen für alle Fälle", dann folgt das Sparen auf Auto oder Wohnung, und an dritter Stelle die Altersvorsorge.

Der größte Anteil an "erspartem" Neuvolumen fließt in Lebensversicherungen. Weiter gut dotiert bleiben die Sparbücher, wenngleich ihnen Fonds und Co Konkurrenz machen. Immerhin besitzen 75 Prozent der Österreicher Sparbücher, und 48 Prozent haben einen "Bausparer". Allerdings gewinnen zuletzt Immobilien massiv an Bedeutung, ebenso Wertpapiere.

Das sind die Ergebnisse des BA-CA-GeldAnlage-Barometers. Diese repräsentative Umfrage des Fessel-GfK-Instituts hat Bank Austria- Vorstand Willi Cernko am Mittwoch vorgestellt. "Die Österreicher gehen sehr verantwortungsvoll mit ihrem Geld um. Sie haben hart dafür gearbeitet. Und sie wollen es deshalb sicher und ertragreich anlegen", so Cernko.

Demnach ging 2004 der größte Teil der jährlichen Veranlagungssumme von 2.151 Euro pro Österreicher in Lebensversicherungen (20 Prozent), in Spareinlagen (18 Prozent) und Fonds (17 Prozent). Zu den Lebensversicherungen und Fonds gehören der Statistik nach auch die Zukunftsvorsorge-Angebote. (apa/red)

13.7.2005 10:23