Start in die BL-Saison: Nur Austria und GAK bestätigten zum Auftakt ihre Favoritenrollen
- Austria-Mäzen Stronach: "Ich habe ein gutes Gefühl"
- Rieds Hochhauser: "Waren zwei verlorene Punkte"
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Vier Mannschaften ist vor dem Saison-Auftakt der Fußball-T-Mobile-Bundesliga der Titel zugetraut worden, nur zwei starteten auch mit Erfolgen. Nach dem GAK, der am Dienstag den Schlager gegen Salzburg mit 3:1 für sich entschieden hatte und damit der erste Tabellenführer ist, feierte auch Austria Magna vor den Augen von Boss Frank Stronach mit einem 2:1 über Admira einen Auftaktsieg. Titelverteidiger Rapid musste sich dagegen zu Hause gegen Sturm 2:3 geschlagen geben. SV Ried und Wacker Tirol bzw. SV Mattersburg und Superfund Pasching trennten sich jeweils torlos.
Austrias Trainer-Duo Peter Stöger/Frankie Schinkels überraschte mit der Aufstellung - und lag damit goldrichtig. Trotz 18 Legionären unter Vertrag erhielten die beiden jungen Österreicher Roland Linz und Andreas Lasnik das Vertrauen. Stürmer Linz bedankte sich mit den zwei siegbringenden Treffern (3., 32.), Lasnik war im linken Mittelfeld einer der großen Aktivposten der Wiener.
Lob gab es für die beiden daher auch von Stronach. "Ich freue mich für Linz, der die Tore geschossen hat. Auch Lasnik war sehr stark. Ich halte ihn für einen der besten österreichischen Spieler", sagte der Austro-Kanadier, der allgemein Positives ortete. "Es war eine gute Partie, obwohl wir einen Mann weniger waren. In der Führungsebene und in der Mannschaft herrscht eine gute Harmonie, es wird offen gesprochen. Ich habe ein gutes Gefühl", betonte er. Lediglich zum "Fall Polster" gab er sich wortkarg und "keinen Kommentar" ab.
"Teamchef Krankl freut sich"
In der Schlussphase nach dem Ausschluss von Papac (56.) und dem Anschlusstreffer von Bule (83.) kam der Favorit vor 9.200 Zuschauern in der Südstadt noch ins Wanken. "Die erste Spielhälfte war eine klare Angelegenheit, da hätten wir mit vier Toren führen müssen. Nach dem Ausschluss sind wir unter Druck geraten. Die Kräfte haben ebenfalls eine Rolle gespielt. Die Mannschaft hat sich trotzdem drübergekämpft", analysierte Schinkels und betonte: "Die Jungen werden bei uns immer ein Thema sein. Wir bringen Linz, Admira bringt Wallner und Teamchef Krankl freut sich".
Gefreut hat sich auch Linz über eine "Rückkehr wie im Traum. Ich muss mich bei der Mannschaft bedanken, die mich zwei Mal in Szene gesetzt hat. Es ist ein gutes Gefühl, wenn die Trainer auf mich setzen, das hat motiviert." Wallner, der das Duell der Stürmertalente und die Partie verlor, zeigte sich dennoch nicht unzufrieden: "Ich glaube, dass wir mit der Partie zufrieden sein können. Wir haben uns gut verkauft, hatten gute Aktionen und hätten uns einen Punkt verdient. Die zwei Gegentore dürfen nicht passieren, das waren die zu Beginn logischen Abstimmungsprobleme. Dass wir den Beginn verschlafen, ist uns leider auch in der Vorbereitung ein, zwei Mal passiert."
Torlose Spiele in Ried und Mattersburg
Keine Sieger gab es in Ried und Mattersburg. Im Innviertel dominierte der Aufsteiger, konnte aber auch die numerische Überlegenheit (Rot für Hölzl/36.) nicht nützen und verlor zudem noch Spielmacher Herwig Drechsel, der mit Verdacht auf Seitenbandriss ausschied. "Das waren zwei verlorene Punkte", trauerte Ried-Trainer Heinz Hochhauser den vielen vergebenen Chancen nach. Sein Gegenüber Stani Tschertschessow sprach dagegen von einem "mehr als verdienten Punkt. Die Mannschaft hat großartig gekämpft, 55 Minuten in Unterzahl überstanden. Das allein ist den Punkt wert. Es ist eine Steigerung nötig, aber die wird auch kommen. Ried ist wieder ein heißer Boden, da werden noch einige Mannschaften Punkte lassen."
Mattersburg-Coach Franz Lederer war mit der Leistung, nicht aber mit dem Ergebnis zufrieden. "Es wäre ein Sieg drinnen gewesen, das gewisse Etwas hat aber vor dem Tor leider gefehlt", meinte er. Bei Paschings Georg Zellhofer war es genau umgekehrt: "Ein Punkt auswärts zum Auftakt ist in Ordnung. Spielerisch hat es noch nicht gepasst, aber das ist in der ersten Runde klar, ich streiche das Positive hervor". Allgemein positiv war jedenfalls auch das Interesse: Über 50.000 Zuschauer kamen in die Stadien.
(apa/red)
