Sieg & Niederlage für Wiener Klubs: Austria schlägt Admira, Rapid verliert gegen Sturm
- Mehr als 50.000 Fans zum Auftakt in den Stadien
- Mattersburg vs. Pasching und Ried vs. Tirol torlos
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Sturm Graz hat in der Auftaktrunde der T-Mobile-Bundesliga für die ganz große Sensation gesorgt. Die Truppe von Trainer Petrovic besiegte Rapid im Hanappi-Stadion mit 3:2. In der Südstadt schoss Heimkehrer Roland Linz die Wiener Austria zu einem 2:1-Erfolg. Die Partien Ried gegen Tirol und Mattersburg gegen Pasching endeten torlos. Dass die Liga dank der vielen attraktiven Neuzugänge einem neuen Boom entgegensteuert, zeigte sich bereits in Runde eins auf den Tribünen: Die fünf Partien lockten mehr als 50.000 Fans in die Stadien.
Der SK Sturm zählte in jüngerer Zeit zu den Lieblingsgegner von Rapid, überließen die Grazer den Wienern doch meist die Punkte. Zum Auftakt der T-Mobile-Bundesligasaison 2005/06 verpatzten die Steirer dem regierenden Meister mit dem 3:2 im St. Hanappi den Start zur Titelverteidigung aber total.
Rapid dominierte vor 16.200 Fans gegen die defensiv massierten Grazer vom Beginn an, kassierte aber die Tore eins und zwei aus Standardsituationen. In der 18. Minute jagte Mujiri nach einem Filipovic-Corner den Ball aus 15 m in die rechte Ecke und in der 69. köpfelte der freistehende Silvestre nach einem weiteren Filipovic-Corner zum 2:1 in die Maschen. Ein Konter in der 78. Minute setzte die Hütteldorfer dann endgültig k.o. Der eingewechselte Tsimba ließ nach Pass von Mujiri Payer keine Chance.
Der SK Rapid vermochte trotz klarer Feldüberlegenheit nur zwei seiner Möglichkeiten zu nützen, wobei sich Kincl jeweils in die Schützenhilfe eintrug. Beim 1:1 in der 57. Minute nach Vorarbeit von Adamski und Korsos recht glücklich, beim 2:3 in der 87. nach Idealflanke von Dober mit dem Kopf. Doch das war an diesem Tag zu wenig, erwähnenswert wäre noch ein Stangenschuss von Lawaree in der 49. Minute. Die erste Niederlage im Hanappi-Stadion seit dem 15. Mai 2004 (1:3 gegen die Admira) war ebenso perfekt wie die erste daheim gegen Sturm seit 2002. In ihrer Meistersaison 04/05 hatten die Wiener zur Erinnerung mit einem 5:1 in Bregenz begonnen.
Linz Austrias Matchwinner
Austria Magna hat mit einem 2:1-Auswärtssieg gegen Nordea Admira einen hervorragenden Start verzeichnet. Austria-"Heimkehrer" Roland Linz erzielte vor 9.200 Zuschauern gegen seinen Ex-Klub beide Treffer (3.,32.).
Die Austria, in der vergangenen Meisterschafts-Saison enttäuschender Dritter, bot vor den Augen von Mäzen Frank Stronach mit Radomski, Lasnik und Linz drei Neuzugänge, davon zwei junge Österreicher, in der Startformation auf. Troyansky ersetzte auf der linken Abwehrseite Dheedene, der sich beim Aufwärmen verletzt hatte. Bei der Admira, ebenfalls von ihrem Geldgeber Majid Pishyar beobachtet, tummelten sich nicht weniger als neun neue Gesichter in der Startelf. Nur Wolf und Bjelica standen bereits in der Mannschaft der vergangenen Saison.
Die mit dem Transparent "Gemeinsam ans Ziel - Meister Austria Wien" angereisten violetten Fans wurden Zeugen eines Blitzstarts ihres Teams. Nach einem Outeinwurf von Dospel kam der Ball über Rushfeldt und Sionko zu Linz (3.), der Thomas Mandl, Ex-Austrianer im Tor der Admira, mit einem Flachschuss aus etwa elf Metern keine Chance ließ. Die Austria blieb weiter am Drücker, vor allem die starken Lasnik und Linz waren von der desolaten Admira-Abwehr nicht zu halten. Linz (32.) war es auch, der einen Stellungsfehler von Neo-Admiraner Fürthaler ausnützte, einen weiten Pass von Papac ideal mitnahm und Mandl zum zweiten Mal bezwang.
Nachdem Papac in der 56. Minute wegen wiederholten Foulspiels die Rote Karte gesehen hatte, gerieten die Gäste aber ins Wanken. Die Admira wurde aggressiver, die Austria nachlässiger. Zehn Minuten vor Schluss scheiterte Admiras Bule noch an Safar, kurz darauf war er erfolgreich. Der Austria-Goalie ließ einen Weitschuss von Wallner abprallen, Bule (83.) traf im Nachschuss. Horvath (85.) fand per Kopf noch eine Riesen-Chance auf den Ausgleich vor, Blanchard rettete aber für den geschlagenen Safar vor der Linie.
Der schwedische Austria-Innenverteidiger Mikael Antonsson, der in der 61. Minute ausgewechselt werden musste, erlitt einen Adduktoren-Einriss im rechten Oberschenkel.
Ried bei Rückkehr mit Remis
Mit 7.600 Zuschauern, aber ohne Tor, kehrte die SV Ried nach zwei Jahren Zweitklassigkeit in die Bundesliga zurück. Die Innviertler mussten sich im Heimspiel gegen FC Wacker Tirol trotz klarer Vorteile mit einem 0:0 begnügen, obwohl die Gäste aber der 36. Minute (Rot für Hölzl) nur noch zehn Mann auf dem Feld hatte. Ried-Spielmacher Drechsel schied in der 43. Minute nach einem Foul von Grüner mit Verdacht auf Seitenband-Riss und Meniskus-Schaden aus.
Keine Tore in Mattersburg
Mattersburg und Pasching haben die Saison mit einem torlosen Remis begonnen. In einer schwachen Begegnung hatten die Burgenländer etwas mehr vom Spiel, Torchancen blieben jedoch vor 8.000 Zuschauern im Pappelstadion Mangelware. Die größte Chance vergab Mravac in der 94. Minute, der Mattersburg-Verteidiger traf aber nur die Latte.
UEFA-Cup-Starter Pasching ist damit auch im fünften Anlauf der Liga-Geschichte in Mattersburg ohne vollen Erfolg geblieben (drei Remis, zwei Niederlagen). Vor dem Spiel wurde Mattersburg-Urgestein Toni Köszegi, der mit dem Klub von der Landes- bis in die Bundesliga marschiert war, verabschiedet.
(apa/red)
